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Nicht weiterleiten: E-Mail um Sophia Michl

07.01.2005 | 12:05 Uhr |

Dieser Tage kursiert eine gut gemeinte Ketten-E-Mail um ein Mädchen aus Deutschland, das in Phuket seine Eltern vermisst. Doch die Mail sollte nicht weitergeleitet werden.

"Dieses Mädchen, 10 Jahre alt, Name Sophia Michl, Eltern: Edeltraud und Norbert Michl, liegt in Phuket im Krankenhaus und vermisst seine Angehörigen", heißt es in einer gut gemeinten Ketten-Mail, die dieser Tage in Deutschland mitsamt einem Bild kursiert. So gut gemeint die Suchmeldung sein mag, sie ist in der nicht mehr aktuell und sollte daher auch nicht mehr weiter geschickt werden, da sich Sophie wieder in Deutschland ist und das Krankenhaus in Phuket nicht mehr der richtige Ansprechpartner ist.

Das Kind hatte mit seinen Eltern in Thailand Urlaub gemacht und war nach dem Seebeben mit Schnittwunden in ein Krankenhaus in Phuket eingeliefert worden. Inzwischen befindet sich das Mädchen wieder in Deutschland und wird von Angehörigen versorgt. Die Eltern werden allerdings weiterhin vermisst, wie die Anwaltskanzlei , der der Vater angehört, mitteilt.

Vorsicht geboten ist auch beim Weiterleiten von Spendenaufrufen per Mail. Hier ist nicht sichergestellt, dass die angegebene Kontonummer auch tatsächlich zu einer Spendenorganisation gehört und nicht von irgendeinem Trittbrettfahrer durch die eigene Kontonummer ersetzt wurde.

Ob eine Mail echt ist oder ob es sich um einen Hoax handelt, also eine Falschmeldung, erfahren Sie unter anderem beim Hoax-Info-Service der TU Berlin .

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