26.10.2011, 19:04

Denise Bergert

Neues Werbungskonzept

Unthink sagt Facebook den Kampf an

©unthink.com

Das Netzwerk bezeichnet sich selbst als Anti-Facebook und verspricht Nutzern die totale Kontrolle über ihre persönlichen Daten.
Mit Unthink öffnet heute ein weiteres soziales Netzwerk seine Pforten. Das Startup-Unternehmen investierte 2,5 Millionen US-Dollar ins so genannte Anti-Facebook. Das Netzwerk verspricht seinen Nutzern dabei eine offenere Kommunikation und die totale Kontrolle über ihre persönlichen Daten.

Unthink gibt sich kämpferisch und bläst zum Angriff gegen das weltweit größte Social Network mit mehr als 800 Millionen Nutzern. Das Marketing ist als Hetzkampagne gegen Facebook ausgelegt, wobei sich Unthink mit den Fehlern des Konkurrenten schmückt. Das Unternehmen pocht dabei vor allem auf die Datensammel-Wut von Facebook, durch die Nutzer zu bloßen Zielen für Werbetreibende werden.
Auf Unthink werden Nutzerdaten angeblich nicht an die Werbebranche verkauft. Anstelle dessen wählen Mitglieder auf ihrer persönlichen Profilseite eine Marke aus, die sie sponsern möchten. Wer kein Unternehmen mit Werbeanzeigen unterstützen möchte, der wird von Unthink kurzerhand zur Kasse gebeten. Für den Social-Network-Account werden dann zwei Dollar für eine einjährige Mitgliedschaft fällig.

Im Gegensatz zu Facebook werden die News-Feeds der Werbetreibenden, für die sich der Nutzer interessiert in einem eigenen Bereich angezeigt. So werden die kommerziellen Inhalte nicht mit Freundesmitteilungen vermischt. Für Interaktionen mit Unternehmen können zudem Punkte gesammelt werden, für die es wiederum Rabatte bei Einkäufen gibt.
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