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Neues Polizei-Computerprogramm in Bayern vor dem Aus

28.03.2007 | 13:35 Uhr |

Nach jahrelangen Tests und Millionen-Investitionen steht das geplante neue Computerprogramm für die bayerische Polizei vor dem Aus.

Das Innenministerium wolle aus dem Auftrag zur Entwicklung einer Software für die Dienstplangestaltung aussteigen, kündigte Landespolizeipräsident Waldemar Kindler am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags an. Das Programm sei wegen Fehlern für einen flächendeckenden Einsatz im Freistaat nicht geeignet. Die Deutsche Polizeigewerkschaft begrüßte den Stopp.

Die Bitte der Softwarefirma, eine weitere Frist von vier Wochen zur Behebung der Mängel zu gewähren, wurde abgelehnt. Als Alternative bietet sich nach Angaben Kindlers unter anderem die Beteiligung an einer Ausschreibung des Finanzministeriums an, das derzeit ein computergestütztes Zeitmanagement für alle Ministerien vorbereitet. Die Entwicklung des nun gestoppten Programms hatte bislang etwa zwei Millionen Euro gekostet. (dpa/tc)

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