Neues OS

Windows 8 mit neuer Drucker-Treiber-Architektur

Donnerstag, 26.07.2012 | 14:01 von Panagiotis Kolokythas
Blick in den Drucker-Test-Fundus der Windows-8-Entwickler
Vergrößern Blick in den Drucker-Test-Fundus der Windows-8-Entwickler
© Microsoft
Die Windows-Entwickler stellen in einem Blog-Eintrag die neue Drucker-Treiber-Architektur und deren Vorteile vor.
Im offiziellen Windows-8-Blog von Microsoft stellt Adrian Lanning, Lead Program Manager des "Printing Teams", in einem ausführlichen Eintrag die neue Drucker-Treiber-Architektur vor, die Microsoft in Windows 8 implementiert hat. Die neue Architektur wird als "Version 4" oder kurz "v4" bezeichnet. Die Versionen 1 und 2 kamen von Windows 1.0 bis Windows ME zum Einsatz und die Version 3 bei Windows 2000 bis einschließlich Windows 7.

Die Version 4 ermöglicht laut Lanning kleinere und vor allem schnellere Drucker-Treiber. Außerdem wird die Idee des "Print Class Driver Framework" unterstützt, bei dem es sich um ein System handelt, in dem Anwender ihre neue Drucker anschließen können, ohne sich im Regelfall um Treiber kümmern zu müssen. Bei der neuen Version 4 haben die Microsoft-Entwickler auch berücksichtigen müssen, dass Entwickler problemlos auch mit HTML5/Javascript oder XAML/C# und wenig Aufwand Metro-Apps entwickeln können, die Inhalte ausdrucken können. Bei Win32-Anwendungen benötigen Entwickler dagegen Kenntnisse in den gebieten GDI (Graphic Device Interface) oder XPS (XML Paper Specification).

Die neue Drucker-Treiber-Architektur hat außerdem den Vorteil, dass viele Drucker mit möglichst wenig Treiber unterstützt werden können. In Windows 7 und älteren Windows-Betriebssystemen mussten viele Treiber mitgeliefert oder extra installiert werden, um möglichst viele Drucker zu unterstützen. Das hat auch den Vorteil, dass die in einem Betriebssystem mitgelieferten Treiber nicht zu schnell veralten. So wurde beispielsweise Windows 7 mit vielen Druckertreibern für Modelle aus den Jahren 2008 und 2009 ausgeliefert. die mit der Zeit immer weniger im Einsatz waren.

In Windows 8 sorgen 184 MB an Treiber-Daten dafür, dass rund 2500 Geräte unterstützt werden, die bis zu 80 Prozent der auf den Markt erhältlichen Drucker abdecken. Bei Windows 7 wurden bei der Auslieferung 2.100 Geräte unterstützt, die rund 65 Prozent der im Einsatz befindlichen Geräte ausmachten, wofür aber 446 MB an Treiber-Daten benötigt wurden. Bei Windows Vista nahmen die Treiber-Daten für 4200 Geräte, die etwa 60 Prozent der installierten Basis abdeckten, rund 768 MB auf der Festplatte in Beschlag.

Die Fenster für die Drucker-Einstellungen sind unter Windows 8 nicht mehr wie früher Teil der Treiber, sondern darum kümmert sich nun Windows 8. Das hat laut Microsoft den Vorteil, dass der Druckerhersteller nun leichter die Oberfläche jeweils als App sowohl in der Metro- als auch in der Desktop-Umgebung nutzen und entsprechend anpassen kann.

Aus Gründen der Kompatibilität lassen sich auch weiterhin alle unter Windows 7 nach der alten Treiber-Architektur entwickelten Treiber auch unter Windows 8 nutzen. Aktuelle und neue Drucker profitieren dagegen von der neuen Drucker-Architektur. Weitere Details zu dieser neuen Drucker-Treiber-Architektur in Windows 8 finden Sie in diesem Blog-Eintrag .

Donnerstag, 26.07.2012 | 14:01 von Panagiotis Kolokythas
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