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Ebay will Rachebewertungen bekämpfen

06.02.2008 | 14:21 Uhr |

Zukünftig sollen Verkäufer ihre Käufer bei Ebay nur noch positiv bewerten können. Mit dieser Änderung im Bewertungssystem will das Auktionshaus das Vertrauen der Käufer stärken.

In letzter Zeit sollen die sogenannten "Rachebewertungen" seitens der Verkäufer stark zugenommen haben. Weil sich die Käufer vor solchen vorsätzlichen Negativ-Bewertungen fürchten, würden sie sich nicht trauen, einen schlechten Händler-Service negativ zu benoten. Darunter leide die Glaubwürdigkeit der Händler-Bewertungsprofile, erklärt Patrick Boos von Ebay Deutschland.

Kritik kommt vor allem von der Händler-Seite. Die geplanten Änderungen werden als einen Schritt weg von der Objektivität hin zur Schönrederei gewertet. Ein Schutz vor kriminellen Kunden sei auf diese Weise kaum mehr gewährleistet. Einige Händler rufen inzwischen sogar zu Streiks auf.


Das Auktionshaus hält dagegen, dass den Händlern in Zukunft die Möglichkeit zur Verfügung stehen werde, nicht bezahlte Artikel innerhalb der Bewertungen zu kennzeichnen. Somit bestünde durchaus ein Schutz vor nicht ehrlichen Käufern. Außerdem seien in den ersten drei Tagen nach dem Kauf negative oder neutrale Bewertungen nicht möglich, damit der Kunde nicht überreagieren könne. Ein genauer Termin für die Einführung der neuen Regeln steht für Deutschland noch nicht fest, in den USA werden sie ab Mai gelten.

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