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Neuer Selfie-Trend aus Kanada ist lebensgefährlich

11.11.2014 | 15:55 Uhr |

Ein neuer Selfie-Trend aus Kanada holt nicht nur den Fotografen vor die Linse, sondern auch einen Grizzly oder Braunbären.

Man nehme sein Gesicht und ein Smartphone, strecke den Arm von sich und richte die Kamera auf das Gesicht - fertig ist der Selfie. Selfies sind längst kein neuer Trend mehr, sondern ein alter Hut in den sozialen Netzwerken. Doch wenn man dem schnöden Selfie eine ganz besondere Zutat hinzufügt, wird daraus ein neuer - lebensgefährlicher - Trend. Die Zutat heißt Braunbär, Schwarzbär oder Grizzly und da sie vor allem in Kanada reichlich vorhanden ist, kommt dieser Trend mit dem passenden Namen "Bearselfie" auch aus dem großen Land jenseits des großen Teichs. Eine Stichprobe auf Twitter mit dem Hashtag #bearselfie zeigt belustigt, ängstlich oder neckisch in die Kamera blickende Gesichter - und einen ausgewachsenen Bären im Hintergrund. Oft ist dieser nur wenige Meter vom Selfie-Knipser entfernt!

Bären sind schnelle Sprinter und geübte Kletterer, aber auch gute Schwimmer. Wir raten daher dringend von einer Nachahmung der Fotos ab. Das sehen auch die amerikanischen Forst-Beamten in South Lake Tahoe so und empfehlen in einer offiziellen Mitteilung den Besuchern, auf Abstand zu bleiben. Bären sind unberechenbar - die Fotografen riskieren schwere Verletzungen oder gar den Tod. Und zwar nicht nur ihren eigenen, sondern auch den Tod des Bären. Wenn dieser sich nämlich durch aufdringliche Fotografen an den Menschen gewöhnt, meidet er ihn nicht mehr und kommt auch unaufdringlichen Besuchern und besiedelten Gebieten gefährlich nahe. Die verängstigten Menschen provozieren dann vielleicht ungewollt einen Angriff und die Polizei oder Park-Ranger müssen ausrücken, um den Bären einzufangen oder zu töten, bevor er weitere Menschen anfällt.

Der perfekte Selfie - ohne Bär: Darauf müssen Sie achten

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