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Neuer Nissan Leaf verspricht mehr Reichweite und Kofferraumvolumen

19.04.2013 | 15:45 Uhr |

Nissan hat sein Elektro-Auto Nissan Leaf überarbeitet: Mehr Reichweite, ein größerer Kofferraum und ein Leasingangebot für die Batterie sollen den Elektro-Flitzer attraktiver machen. Update: Wir sagen, wo man den Leaf an einer Schnellladestation aufladen kann.

Der Nissan Leaf ist ein Elektro-Auto, das seit 2010 in den USA (wo Elektro- und Hybridautos relativ weit verbreitet sind) und seit April 2012 auch in Deutschland erhältlich ist. Wobei die Zahl der tatsächlich auf Deutschlands Straßen fahrenden Exemplare im homöopathischen Bereich liegt. Weltweit fahren laut Nissan 58.000 Leafs auf den Straßen.

Nissan will nun den Verkauf in Europa ankurbeln und hat dafür im nordostenglischen Werk Sunderland einen neuen Produktionsstandort eröffnet. Vor allem aber hat Nissan den Leaf, einen Kompaktwagen mit fünf Sitzplätzen, überarbeitet. Dabei haben die Japaner aber weniger an der Optik geschraubt, sondern stattdessen versucht den Leaf unter der Haube weiterzuentwickeln.

Das Interieur des Leaf.
Vergrößern Das Interieur des Leaf.
© Nissan

Die wohl wichtigste Änderung dürfte die größere Reichweite sein, die Nissan verspricht. Dazu trägt unter anderem das um 32 Kilogramm reduzierte Gewicht bei. Die theoretische Reichweite soll jetzt bei 199 Kilometer liegen – in der Praxis muss man die Batterie sicherlich deutlich früher aufladen. Nissan hat außerdem den Cw-Wert von 0,29 auf 0,28 verbessert und den Wagen damit windschnittiger gemacht.

Außerdem wurde der Kofferraum vergrößert, indem die Antriebseinheit vollständig in die Frontpartie verlagert wurde. Damit gewinnt der Leaf an Alltagstauglichkeit vor allem im Einsatz als Taxi. Eine kleine LED-Leuchte direkt am Ladeport erleichtert das Nachladen im Dunkeln.

Der beleuchtete Ladeport.
Vergrößern Der beleuchtete Ladeport.
© Nissan

Der Leaf leistet 109 PS. Das maximale Drehmoment liegt bei 254 Nm. Wie alle Elektroautos verfügt auch der Leaf über ein Automatik-Getriebe. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Nissan mit 144 Stundenkilometer an.
 
ESP ist standardmäßig vorhanden. Ab Werk läuft der Leaf auf 16-Zoll-Rädern vom Band, optional kann man ihn auch mit 17-Zöllern versehen. Der Leaf ist rund 4,4 Meter lang und wiegt leer 1,47 Tonnen.

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Der Leaf ist in den drei Ausstattungsvarianten Visia, Acenta und Tekna erhältlich. Den überarbeiteten Leaf gibt es zu Preisen ab 29.690 Euro in der preiswertesten Ausstattung Visia. Für Acenta muss man mindestens 32.690 Euro hinblättern, der Einstieg in die Top-Ausstattungsvariante Tekna beginnt bei 35.090 Euro. Kunden können jetzt unter neuer Zusatzausstattungen wie Lederpolster und Around View Monitor sowie unter einer größeren Farbpalette wählen. Neue Felgen gibt es ebenfalls.

Der Kofferraum.
Vergrößern Der Kofferraum.
© Nissan

Nissan bietet ab sofort auch eine Batterie-Leasing-Option an. Bei dieser kauft der Leaf-Kunde das Fahrzeug, die Batterie dagegen wird über einen bestimmten Zeitraum gemietet. Wer diese Miet-Option wählt, kann das Elektro-Fahrzeug in der Variante Visia bereits zu Preisen ab 23.790 Euro erwerben. Acenta gibt es ab 26.790 Euro und Tekna ab 29.190 Euro. Die Leasingrate startet bei 79 Euro pro Monat (36 Monate Laufzeit und 12.500 Kilometer Laufleistung pro Jahr). Der Vorteil des Batterie-Leasings: Geht die Batterie kaputt, so tauscht Nissan sie aus.

Update 19.4., 15:45 Uhr: Derzeit gibt es 25 passende Schnellladestation in Deutschland

Sofern eine passende Schnellladestation zur Verfügung steht, kann man die Batterie des Leaf auch mit so einem „Quick charger" (mit 50 kW Hochvolt-Gleichstrom) in 30 Minuten von Null auf 80 Prozent ihrer Kapazität aufladen. So eine Schnellladestation muss man allerdings erst einmal finden. Denn der Nissan Leaf nutzt die Schnelllader-Norm CHAdeMO. 650 Stationen sind nach diesem Standard in Europa installiert. In Deutschland gibt es hiervon etwa 25, wie Nissan auf unsere Nachfrage mitgeteilt hat. Die deutschen Automobil-Hersteller gehen einen anderen Weg über den Standard Combo 1. Die beiden Systeme sind derzeit nicht kompatibel. Leaf-Fahrer werden also nicht das Schnellladestationennetz nutzen können, das BMW zusammen mit E.ON entlang der A9 plant. Die meisten Schnell-Ladestationen nach dem CHAdeMO-Standard werden bei Nissan-Händlern betrieben.

Die Markteinführung des neuen Leaf soll Mitte 2013 sein.

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