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Neuer Mazda 3 jagt den Golf ab Herbst 2013

27.06.2013 | 11:19 Uhr |

Mazda hat seinen Golf-Konkurrenten Mazda 3 generalüberholt. Der neue Mazda 3 verbindet sich jetzt auch mit dem Internet und verfügt über alle gängigen Sicherheits-Assistenten. Ab Herbst steht der neue Golf-Jäger beim Händler.

Der neue Mazda 3 ist laut Hersteller flacher (-20 mm) und breiter (+40 mm) als sein Vorgänger. Die Länge blieb mit 4,46 m unverändert (der Mazda 3 ist also länger als seine Konkurrenten Golf VII und Audi A3). Der Radstand wurde um 60 mm auf 2,7 m gestreckt. Für den Luftwiderstandsbeiwert gibt Mazda 0,275 cW an.

Unter der lang gestreckten Motorhaube werkeln die so genannten Skyactiv-Benziner- und Dieselmotoren, die es serienmäßig mit 6-Gang-Handschaltung und gegen Aufpreis, je nach Motor und Ausstattung, auch mit 6-Stufen-Automatik gibt: Drei Benziner mit 74 kW/100 PS, 88 kW/120 PS und 121 kW/165 PS sowie ein Diesel mit 110 kW/150 PS, der die Euro6-Norm erreicht.

Genauso wie es Volkswagen beim Golf gemacht hat, hat auch Mazda beim Mazda 3 abgespeckt. Je nach Version soll der Neue bis zu 70 Kilogramm weniger auf die Waage bringen.

Alle Versionen sind mit einem Start-Stopp-System ausgestattet, das laut Mazda weltweit am schnellsten agieren soll. Ein regeneratives Bremssystem namens i-ELOOP ist ebenso mit an Bord. Viel wichtiger für die meisten Autofahrer sind aber die Sicherheitsassistenten, die jetzt erstmals im Mazda 3 zum Einsatz kommen:

* Hinderniswarner FOW (Forward Obstruction Warning) erfasst vorausfahrende Fahrzeuge im Geschwindigkeitsbereich zwischen 15 und 200 km/h und warnt den Fahrer optisch und akustisch bei einer drohenden Kollision.
* Pre-Crash Safety System mit aktivem Bremseingriff SBS (Smart Brake Support) versetzt bei einer Warnung des FOW die Bremsen in Bereitschaft und leitet notfalls eine automatische Bremsung ein
* City-Notbremsassistent SCBS verringert im Geschwindigkeitsbereich zwischen 4 und 30 km/h das Risiko von Auffahrunfällen im Stadtverkehr
* Radargestützte Distanzregelung MRCC (Mazda Radar Cruise Control) hält automatisch einen Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug bei Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h.
* Spurwechselassistent RVM (Rear Vehicle Monitoring) warnt vor Fahrzeugen, die sich auf benachbarten Fahrspuren von hinten nähern oder sich im toten Winkel der Außenspiegel befinden
* Spurhalteassistent LDWS (Lane Departure Warning System) warnt bei einem Tempo ab 65 km/h vor dem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur
* Abstandserkennung DRSS (Distance Recognition Support System) berechnet im Geschwindigkeitsbereich zwischen 30 und 200 km/h die Zeit, die bis zum Erreichen eines vorausfahrenden Fahrzeugs bleibt
* Notbrems-Warnblinkautomatik ESS (Emergency Stop Signal) warnt bei einer Notbremsung ab Tempo 50 den nachfolgenden Verkehr durch schnell aufblinkendes Warnblinklicht

Der Fahrersitz
Vergrößern Der Fahrersitz
© Mazda

Zu den in der Kompaktklasse wirklich erwähnenswerten Assistenz-Bonbons gehört das das Active Driving Displays (Head-up Display), das je nach Ausstattung erhältlich ist. Es projiziert die wichtigsten Informationen in das unmittelbare Blickfeld des Fahrers auf die Windschutzscheibe. So etwas kennt man eher von Oberklassemodellen wie dem BMW 7er, für die direkten Mazda-3-Konkurrenten BMW 1er und Golf VII sowie Audi A3 beispielsweise gibt es noch keine Head-up-Displays (wohl aber die anderen oben genannten Sicherheitsassistenten beziehungsweise ähnliche Technologien).

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Der Innenraum ist in eine auf den Fahrer ausgerichtete Zone und in einen Passagierbereich aufgeteilt, wie Mazda betont. Der neu gestaltete Multi Commander in der Mittelkonsole besitzt einen 7-Zoll-Touchscreen (beides serienmäßig ab der mittleren Ausstattungsvariante). Damit bedient der Fahrer alle Infotainment-Features, ohne den Blick vom Verkehrsgeschehen abwenden zu müssen.

Mit großem Bidlschirm
Vergrößern Mit großem Bidlschirm
© Mazda

Premiere im Mazda 3 feiert das neue mobile Mazda Konnektivitäts-Konzept. Damit kann man Smartphones via Bluetooth mit dem Fahrzeug verbinden, Mails und Kurznachrichten lesen sowie vorlesen lassen und das Navigationsgerät (mit kostenlosen Karten-Updates für drei Jahre) bedienen. Es ermöglicht zudem eine Verbindung mit dem Internet und bringt diverse Online-Services (Facebook, Twitter, Webradio, Nachrichten, Hörbücher, Suchmaschinen etc) ins Auto. Das ist für die Kompaktklasse nicht ganz neu (Golf VII und Audi A3 sowie der BMW 1er bieten das schon länger), im Mazda 3 gab es das bisher aber noch nicht.

Mazda verkauft den neuen Mazda 3 ab Herbst 2013. Preise nennt Mazda noch nicht. Die Preise dürften aber bei knapp unter 17.000 Euro beginnen.

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