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Neuer Kamera-Sensor für Slow-Motion-Aufnahmen

07.08.2014 | 05:42 Uhr |

Elektronik-Hersteller Toshiba veröffentlicht einen neuen Kamera-Sensor für Smartphones, der sich vor allem für die Aufnahme von Slow-Motion-Videos eignen soll.

Mit dem iPhone 5S führte Apple bei seinen Smartphones die Möglichkeit zur Aufnahme von Slow-Motion-Videos ein. Wozu bislang teure Kamera-Hardware nötig war, lässt sich nun – zwar mit weniger Bildern und geringerer Qualität – auch mit der der Handy-Linse realisieren.

Toshiba hat in dieser Woche mit der Auslieferung eines Kamera-Sensor begonnen, der die Aufnahme von Slow-Motion-Videos in besserer Qualität ermöglichen soll. Der Chip könnte schon im nächsten Jahr in neuen Tablet- und Smartphone-Modellen zum Einsatz kommen.

Slow-Motion-Videos werden aufgenommen, indem die Kamera ein Video mit mehr Bildern pro Sekunde aufnimmt, als bei normalen Clips üblich. Das Video mit der hohen Framerate kann anschließend in normalem Tempo abgespielt werden und generiert damit einen Zeitlupen-Effekt. Je mehr Bilder pro Sekunde aufgenommen werden, desto flüssiger läuft der Clip. Eine höhere Framerate resultiert jedoch auch in einer kürzeren Belichtungszeit pro Bild, was wiederum das Video zu dunkel machen könnte.

Slow-Mo-Videos auf externe Geräte bringen

Diesem Problem tritt der T4KA3 mit dem so genannten „Bright Mode“ entgegen. Über einen Interlaced-Trick ermöglicht der Chip so Videos mit 240 Bildern pro Sekunde. Die Technik sorgt für eine ausreichend lange Belichtung bei einer hohen Framerate. Die Toshiba-Software konvertiert das Video-Material anschließend wieder in ein progressives Video, wobei so gut wie kein Qualitätsverlust entstehen soll.

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