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Neuer Google-Dienst wird nach Ihrem Tod aktiv

12.04.2013 | 09:12 Uhr |

Was soll mit Ihren Google-Daten nach Ihrem Tod passieren? Alles löschen oder alle Mails an die Frau weiterleiten? Ein neuer Google-Dienst kümmert sich darum.

In eine Blogbeitrag stellt der Google-Manager Andreas Tuerk einen neuen Google-Dienst vor: den Inactive Account Manager (deutsch: Kontoinaktivität-Manager). "Inaktiv" bedeutet in diesem Fall "inaktiv für immer" - der Dienst kümmert sich um Ihr Google-Konto, wenn Sie gestorben sind. Die Idee dahinter ist, dass Sie vorab festlegen, was mit Ihren Mails und den Daten aus anderen Google-Diensten geschehen soll, wenn Sie einmal sterben. Der Inactive Account Manager legt dann automatisch nach einer zuvor bestimmten Inaktivitätsdauer los und löscht Ihre Daten. Sie dürfen zwischen drei Monaten, sechs, neun, oder zwölf Monaten Inaktivität wählen.

Alternativ zum Löschen schicken Sie Ihre Daten zuvor eingetragenen Personen, denen Sie vertrauen. Sie dürfen dazu Ihre Daten aus diesen Google-Diensten weiterleiten: +1-Markierungen von Google Plus, Blogger, Picasa Web Albums, Google Voice, Youtube, Kontakte und Kreise, Googe Drive, Gmail, Ihr Profil aus Google Plus, sowie Pages und Streams.

Bevor der Inactive Account Manager jedoch zur Tat schreitet, schickt er Ihnen eine SMS und zusätzlich eine E-Mail an die angegebene alternative Mail-Adresse. Für den Fall, dass es sich um Missverständnis handelt.

Hier geht es um Kontoinaktivität-Manager.  Klicken Sie auf "Kontoinaktivität-Manager einrichten", wenn Sie den Dienst nutzen wollen. Wir empfehlen Ihnen, zumindest eine alternative E-Mail-Adresse hinzuzufügen. Wenn Sie später einmal ein neues Google-Konto einrichten oder teilweise auf einen anderen Dienst umschwenken, erinnert Sie die Nachricht daran, dass bei Google noch alte Daten schlummern - von denen Sie vielleicht noch schnell ein Backup machen wollen. Falls Sie Ihre Daten nach Ihrem Tod (teilweise) ausgesuchten Personen schicken wollen, können Sie hier bis zu zehn Menschen benennen. Um sich vor unauthorisiertem Zugriff zu schützen, müssen Sie die Telefonnummern dieser Kontakte hinterlegen. Über diese Nummern vergibt Google im Falle der Konteninaktivität einen Bestätigungscode, der zum Download Ihrer ausgewählten Daten berechtigt. Wichtig ist darum, die Nummern aktuell zu halten. Wer mag, kann eine Abwesenheitsnotiz in Google Mail einrichten.

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