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Neuer BKA-Trojaner kopiert Kinderpornos auf infizierte PCs

09.05.2013 | 13:36 Uhr |

Der BKA-Trojaner sorgt diesmal mit einer besonders perfiden Methode für Aufsehen. Durch das Kopieren von Kinderpornos auf den PC, macht er unschuldige PC-Anwender erpressbar.

Das Bundeskriminalamt steckt natürlich nicht hinter dem Trojaner, der sich aktuell im Umlauf befindet. Vielmehr handelt es sich dabei um einen Virus, der unbemerkt Kinderpornos auf den heimischen Rechner spielt. Anschließend erfährt der Anwender dann, dass das Bundeskriminalamt gegen ihn ermittle. Beim BKA-Trojaner handelt es sich um so genannte Ransomware, die den Besitzer des infizierten Rechners erpressbar macht. Eine Entsperrung des Rechners erfolgt erst nach Zahlung einer bestimmten Geldsumme. Durch die Zahlung des Betrags, werde dann auch von einer weiteren Strafverfolgung abgesehen.

Bereits in der Vergangenheit kursierten einige Trojaner dieser Art im Netz. Bislang warf der Trojaner den PC-Anwendern jedoch meist den Besitz von illegalen Musik- oder Filmdateien auf ihrer Festplatte vor. Die aktuelle Version des BKA-Trojaners geht nun jedoch einen ganzen Schritt weiter. Der Schädling lädt dabei vier Bilder mit kinderpornografischen Inhalten auf den Rechner herunter. Da in Deutschland der Besitz von Medien mit kinderpornografischen Inhalten jedoch - völlig unabhängig von der Art der Beschaffung - strafbar ist, erfüllt der Besitzer des infizierten PCs in der Tat einen Strafbestand.

Der Aufstieg der Erpresser-Malware

Auch wenn der PC-Besitzer die Bilder gar nicht aus dem Netz herunterladen wollte, hat er sich durch die Infizierung seines PCs mit dem BKA-Trojaner also strafbar gemacht. Die Aussage, dass es zur Ermittlungen durch das Bundeskriminalamt gekommen sei, ist aber natürlich trotzdem unzutreffend. Es ist auch davon abzuraten, den Zahlungsaufforderungen nachzukommen, da sich dadurch lediglich die Programmierer des Schädlings bereichern. Empfehlenswert ist eine Entfernung des Trojaners, etwa durch das Tool HitManPro vom eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.

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