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Neuer Versuch: Adware-Hersteller verklagt Anti-Spyware-Hersteller

21.05.2007 | 13:03 Uhr |

Ein Anbieter von Adware hat den Hersteller eines Anti-Spyware-Programms verklagt, weil dessen Produkt die auf den Rechnern installierte Adware deinstalliert. Der betreffende Adware-Anbieter ist ein alter Bekannter: Zango - früher bekannt als 180solutions.

"PC Tools", ein Hersteller von Anti-Spyware-Lösungen, ist von einem Adware-Hersteller verklagt worden. PC Tools bietet unter anderem die Software Spyware Doctor an, die auch im Google Pack enthalten ist.

Die Klage wurde vom Adware-Hersteller Zango eingereicht, der sich früher 180solutions nannte. Zango wirft PC Tools vor, die auf den Rechnern installierte Zango-Adware zu entfernen, ohne die Anwender zu fragen. Die PC-Tools-Software stuft das Risiko der Zango-Adware als "erhöht" ein, wobei PC Tools allerdings derzeit die Zango-Adware erneut untersucht und eventuell die davon ausgehende Gefahr sogar noch höher einstufen will. Darüber hatte PC Tools vorab Zango informiert und prompt reagierte Zango auch mit der Klage.

Zango behauptet, dass seine Software von Millionen von Anwendern mit deren Einwilligung installiert wird und verlangt von PC Tools einen Schadensersatz in Höhe von 35 Millionen US-Dollar. PC Tools ist der Ansicht, dass Zango versucht das Anti-Spyware-Unternehmen einzuschüchtern, um es daran zu hindern, die von der Zango-Adware ausgehende Gefahr hochzustufen. Außerdem liegen Berichte von Anwendern vor, die behaupten, dass die Zango-Adware sich ohne deren Einwilligung installiert hätte.

Alex Eckelberry, vom Anti-Spyware-Hersteller Sunbelt Software , hat sich die Software von PC Tools angesehen und betont in seinem Blog, dass der Vorwurf von Zango nicht stimme, dass PC Tools die Zango-Adware ungefragt entferne. Stattdessen verhalte sich die Software wie jede andere Anti-Spyware-Lösung und verlange die Bestätigung durch den Anwender.

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