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Neuer US-Krypto-Standard aus Belgien

04.10.2000 | 17:45 Uhr |

In den USA hat das Department of Commerce den belgischen Rijndael-Algorithmus zur neuen nationalen Standard-Verschlüsselung erklärt. Er löst als Advanced Encryption Standard (AES) den über 20 Jahre alten Data Encryption Standard (DES) ab. Der Standard gilt für staatliche Daten und Rechner, wird aber auch im privaten Sektor Verwendung finden.

In den USA hat das Department of Commerce den belgischen Rijndael-Algorithmus zur neuen nationalen Standard-Verschlüsselung erklärt. Er löst als Advanced Encryption Standard (AES) den über 20 Jahre alten Data Encryption Standard (DES) ab. 15 verschiedene Rechenverfahren wurden in dem Wettbewerb drei Jahre lang auf Sicherheit, Effizienz, Integrierbarkeit und Flexibilität getestet.

Der Rijndael-Algorithmus, der von den Kryptographie-Spezialisten Joan Daemen und Vincent Rijmen entwickelt wurde, musste sich zuletzt in einem Feld von vier Mitbewerbern behaupten. Der Wettbewerb wurde vom National Institute of Standards and Technology (NIST) ausgerichtet.

Der AES-Standard soll Daten der US-Behörden schützen, die als vertraulich, aber nicht geheim gelten. Es wird erwartet, dass er auch im privaten Sektor Verwendung findet. Zurzeit wird dort vornehmlich eine Weiterentwicklung seines Vorgängers namens Triple DES verwendet.

Die ersten Anwendungen, die auf dem Rijndael- Algorithmus basieren, dürften bereits erhältlich sein. Mehrere Softwarehersteller hatten schon im Voraus Software programmiert, die auf allen fünf Finalisten der NIST-Auswahl basieren. (PC-WELT, 04.10.2000, meh)

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