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Navigation per Handy

07.02.2008 | 12:33 Uhr |

Moderne Handys bringen alle Voraussetzungen für einen Einsatz als Navigationsgerät mit sich. Einige Anbieter haben den Markt schon für sich entdeckt, weitere wollen folgen.

Um als Navi eingesetzt werden zu können, müssen Handys einen GPS-Empfänger enthalten. Außerdem sollten sie UMTS-fähig sein, eine starke Rechenleistung ist wichtig und auch das Display darf nicht zu klein sein. Diese Anforderungen erfüllen viele moderne Multimedia-Handys oder Smartphones mit links. Anbieter von Internet-Routenplanern setzen inzwischen darauf und verbinden ihren Service mit den mobilen Geräten.

Als einer der ersten Anbieter stellte das Telefonverzeichnis "Das Örtliche" mit "Ö-Navi" schon im vergangenen Jahr einen entsprechenden kostenlosen Service bereit. Der Anwender installiert eine Software auf seinem Handy und kann darüber Navi-Daten aus dem Internet laden. Lediglich die Kosten für die Datenübertragung im GRPS- oder UMTS-Netz hat er zu tragen. Auch der "Destinator 7" von Destinator Technologies ist eine Navi-Software, die auf mobilen Geräten installiert werden kann. Neben Handys bedient sie auch PDAs und verwandelt sie in Navis.

Einen neuen Weg hat jetzt das Unternehmen Navigon in einer Kooperation mit Samsung beschritten. Auf den Handy-Modellen SGH-i550 und SGH-i560 ist der mobile Navigator bereits vorinstalliert. Kunden können die Software zunächst zwei Wochen lang kostenlos testen und dann gegen eine Gebühr freischalten lassen. Kartenmaterial müssen sie nicht kaufen, wie es bei etlichen anderen Anbietern nötig ist.

Manche Mobilfunk-Anbieter betreiben eigene Service-Angebote, mit deren Hilfe sich Handy-Nutzer auf den Straßen zurechtfinden sollen. Innerhalb größerer Ortschaften ist dies meist kein Problem. Auf dem Land kann es aber durchaus etwas schwierig werden, weil die Landkarten nicht selten "weiße Flecken" enthalten. Wie bei den "großen Brüdern", den Navis im Autobereich, gilt demnach auch bei den Handys: Entscheidend ist die Qualität des Kartenmaterials. Nutzer sollten einige Alternativen vergleichen, bevor sie sich für ein Produkt entscheiden.

Nachteil der Navi-Handys ist häufig die geringe Lautstärke, mit der die Durchsagen erfolgen. Kombiniert mit einer Freisprechanlage sind die Ansagen oft kaum zu verstehen. Zudem empfiehlt sich für Vielnutzer von Handys als Navigationshilfe der Abschluss einer Daten-Flatrate, denn auf die Dauer summieren sich die Übertragungskosten erheblich.

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