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Neuer Trend: Legale Musik-Downloads via Handy

16.09.2005 | 14:15 Uhr |

Auf der Popkomm in Berlin atmet die Musikbranche auf. Nach einigen mageren Jahren will man nun eine neue Einnahmequelle entdeckt haben. Musik per PC-Download war gestern, jetzt soll's das Handy richten.

Musikdownloads auf den eigenen PC etablieren sich nur langsam. Denn viele Kunden sind nicht bereit, rund einen Euro oder mehr für Daten zu bezahlen, die in der Regel noch mit DRM-Restriktionen versehen sind. Doch die Musikbranche arbeitet bereits an neuen Verkaufsmodellen - das Handy soll's richten.

Mobile Musik-Downloads sind einer der wichtigsten Trends auf der diesjährigen Musikmesse Popkomm , die derzeit in Berlin stattfindet. T-Online und Musicload präsentierten auf der Messe die Mobile Jukebox, ein legales Download-Angebot für Musik aufs Handy. Ohne Zusatzkosten steht der Titel außerdem für die Nutzung auf dem PC zur Verfügung. Ziel des neuen Angebots ist vor allem die Erweiterung der Zielgruppen, die sich für Musik-Downloads begeistern können. Gerade in Bezug auf die Akzeptanz bei Jugendlichen haben die Verkaufszahlen von Klingeltönen gezeigt, wo die Reise hingehen kann.

Christopher Gersten, Managing Director Universal Strategic Marketing, sieht hier eine Chance, die gebeutelte Musikindustrie wieder in Schwung zu bringen: "Bis 2010 werden wir rund 30 Prozent unseres Umsatzes mit mobilen Downloads oder Internetdownloads erzielen", so seine Voraussage. Auch Kombinationen zwischen Musik-Abos und Internet-Tarifen seien vorstellbar. Im vergangenen Jahr hatte Konkurrent Napster bereits eine Flatrate für Musik-Downloads vorgestellt. Allerdings lassen sich die so heruntergeladenen Titel nur im Rahmen der Abo-Laufzeit auf einem mobilen MP3-Player verwenden und die zugehörige Lizenz muss regelmäßig aktualisiert werden.

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