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Neuer Rekord: 1 Terabit/s im Glasfasernetz übertragen

19.09.2016 | 10:38 Uhr |

Nokia hat gemeinsam mit der Deutschen Telekom und der TU München einen neuen Rekord für die optische Datenübertragung aufgestellt.

Bei der optischen Datenübertragung ist in einem Feldtest ein neuer Rekord erzielt worden. Das melden Nokia Bell Labs , das T-Labs der Deutschen Telekom und die Technische Universität München. Demnach sei es bei diesem Feldtest gelungen, die Daten mit einer Geschwindigkeit von einem Terabit pro Sekunde zu übertragen. Pro Sekunde wanderten also umgerechnet 125 Gigabyte über die optische Leitung. Ermöglicht wurde die hohe Datenrate durch den Einsatz einer neuen Modulationstechnik, mit der die Leistungsfähigkeit der Glasfasernetze erhöht werden kann. Die Ergebnisse des Tests werden am heutigen Montag (19. September 2016) auf der European Conference on Optical Communication in Düsseldorf vorgestellt.

"Der Feldversuch zeigt, dass sich die Flexibilität und Leistungsfähigkeit von Glasfasernetzen maximieren lässt, wenn einstellbare Übertragungsraten dynamisch an die Übertragungsbedingungen und die Anforderungen des Datenverkehrs angepasst werden", heißt es in einer Mitteilung der beteiligten Unternehmen. Erreicht wurde die Netto-Übertragungsrate von einem Terabit/s im Glasfasernetz der Deustchen Telekom in einem engen Wellenlängenband. Damit wurde ganz nah die theoretisch maximalen Rate der Informationsübertragung des optischen Kanals erreicht, welche durch das sogenannte Shannon-Limit einer Glasfaser definiert wird.

Im Feldtest wurde ein neuer Modulationsansatz genutzt, der als "Probabilistic Constellation Shaping" (PCS) bekannt ist. Dieser verwendet das "Quadrature Amplitude Modulation"-Format, um eine höhere Übertragungskapazität über einen definierten Kanal zu erreichen und so die spektrale Effizienz optischer Kommunikation signifikant zu verbessern.

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