Neuer Patent-Deal

Facebook zahlt 550 Mio. US-Dollar für AOL-Patente an Microsoft

Dienstag den 24.04.2012 um 13:43 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Facebook erwirbt Patente von Microsoft
Vergrößern Facebook erwirbt Patente von Microsoft
© istockphoto.com/hronos7
Facebook hat mit Microsoft den Kauf von Patenten im Wert von über 550 Millionen US-Dollar vereinbart. Die betroffenen Patente gehörten bis vor kurzem noch AOL.
Facebook will um die 550 Millionen US-Dollar (ca. 420 Millionen Euro) in bar für rund 650 Patente an Microsoft zahlen, die Microsoft erst kürzlich von AOL erworben hatte. Zusätzlich erhält Facebook auch eine Reihe weiterer Lizenzen an den AOL-Patenten von Microsoft. Microsoft hatte vor zwei Wochen erklärt, rund 1 Milliarde US-Dollar für die Übernahme von über 900 Patenten plus Lizenzen an Patenten an AOL zahlen zu wollen.

Mit anderen Worten: Microsoft erhält über die Hälfte der Summe zurück, die das Unternehmen erst kürzlich für die AOL-Patente ausgegeben hatte. Dafür gewährt Facebook im Gegenzug Microsoft Lizenzen an den 650 Patenten. Microsoft hält nach dem neuen Deal mit Facebook noch rund 275 AOL-Patente plus den 650 Lizenzen an den nun zu Facebook gehörenden Patenten und den 300 Lizenzen an den Patenten, die bei AOL verblieben sind. Die Patente, in denen es zwischen Facebook und Microsoft geht, decken Gebiete wie Online-Werbung, Suchtechnologien, Content-Management, soziale Netzwerke, Sicherheit, Multimedia und Streaming ab.

Microsoft erklärte, dass man mit dem Verkauf der Patente an Facebook erreicht habe, einen großen Teil des Betrags zurück zu erhalten, den man für die Patente ausgegeben habe und dabei dennoch das Ziel erreicht habe, die Rechte an den Patenten zu besitzen. Facebook teilte mit, dass man mit dem Deal mit Microsoft einen weiteren Schritt hin zum Aufbau eines eigenen Patent-Portfolios gemacht habe.

Die enge Patent-Deal zwischen Microsoft und Facebook ist kein Zufall. Beide Unternehmen arbeiten an der Patent-Front zusammen und haben mit Google einen gemeinsamen Feind.

Dienstag den 24.04.2012 um 13:43 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

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