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25 Millionen Schädlinge und kein Ende

12.06.2009 | 15:38 Uhr |

Die neueste Variante des Koobface-Wurms ist die Nummer 25.000.000 auf der Liste der Schädlinge, die von Kaspersky Lab untersucht wurden. Die steil ansteigende Tendenz zu immer mehr Malware ist ungebrochen.

Die soundsovielte Variante des Wurms Koobface wird wohl keinen Blumenstrauß bekommen, obwohl sie die Zahl von 25 Millionen bekannter Schädlinge voll gemacht hat. Jedenfalls meldet der russische Antivirushersteller Kaspersky Lab , dass er mit dieser Wurm-Version 25.000.000 Schädlinge analysiert hat. Koobface greift erneut Nutzer von sozialen Netzwerken wie Myspace oder Facebook an, indem er vorgebliche Video-Links verschickt.

Benutzer von Facebook und Myspace erhalten eine Nachricht, die scheinbar von einem Bekannten stammt. Sie soll potenzielle Opfer auf eine unbekannte Website locken, wo sie angeblich ein Video anschauen können. Wer dem Link folgt, wird aufgefordert eine neue Version des Adobe Flash Player zu installieren, die er auf der Seite herunter laden kann.

Bei dem vermeintlichen Flash Player handelt es sich jedoch um den Koobface-Wurm, der eine Hintertür ins System öffnet. Dadurch erhalten die Täter die Kontrolle über den infizierten Rechner und können ihn über das Internet fernsteuern. Sie können etwa weitere Malware nachladen, die Passwörter ausspioniert oder den Rechner in eine Spam-Schleuder verwandelt.

Der Anstieg der Zahl neu entdeckter Malware ist frappierend. Im Jahr 2008 wurden etwa so viele neue Schädlinge entdeckt wie in den 20 Jahren davor. Kaspersky Lab meldet eine Zunahme der neuen Schädlinge von 2,2 Millionen im Jahr 2007 auf 20 Millionen in 2008. Soziale Netzwerke gehören in letzter Zeit zu den wichtigsten Zielscheiben der Online-Kriminalität.

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