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Neuer IBM-Chip könnte Flash-Speicher und Festplatten ersetzen

11.12.2006 | 15:06 Uhr |

Flash-Speicher ist derzeit das Medium der Wahl bei einer Vielzahl von Musik-Playern oder Digitalkameras. Erst bei Kapazitäten im zweistelligen GB-Bereich werden in der Regel Festplatten verbaut. Geht es nach IBM, sind beide Techniken in wenigen Jahren Vergangenheit, ein entsprechender Speicherchip wurde nun vorgestellt.

IBM hat zusammen mit den Unternehmen Qimonda AG und Macronix International einen neuartigen Speicherchips entwickelt, der in einigen Jahren Flash-Speicher und Festplatten ersetzen soll. Die neue Speichertechnologie hört auf den Namen "Phase Change Memory" und soll das bieten, was Technologieunternehmen immer von neuen Technik-Generationen behaupten: kleiner, schneller und stomsparender. Ein Prototyp des Speicherchips soll bereits 500 Mal schneller sein als herkömmlicher Flash-Speicher und dabei nur die Hälfte des Stroms verbrauchen, so die Unternehmen.

Die Schaltkreise in dem Chip sind wesentlich kleiner als bei heutigen Flash-Chips. Techniken für die Massenfertigung werden laut der beteiligten Unternehmen wohl erst im Jahr 2015 zum Einsatz kommen.

Wie auch bei CPUs bedeutet die fortschreitende Miniaturisierung bei Speicher-Chips gewaltige Herausforderungen für die Entwickler. Denn die Schaltkreise können nicht beliebig verkleinert werden. Bei Flash-Speicher wird die Grenze derzeit bei 45 Nanometer vermutet.

Dank eines neuartigen Materials soll die minimale Größe von Phase Change Memory 22 Nanometer betragen, zudem sollen die Speicher-Chips eine längere Lebenszeit aufweisen, als Flash-Speicher. Letztere können etwa 100.000 Mal wieder beschrieben werden.

IBM hat ein paar Bilder der neuen Technologie veröffentlicht, diese finden Sie auf dieser Seite .

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