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3,3 Milliarden Menschen telefonieren mobil

Die Zahl der weltweiten Mobilfunkverträge hat im laufenden Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Mittlerweile telefonieren statistisch gesehen 3,3 Milliarden Menschen mobil, das sind 50 Prozent der Weltbevölkerung. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass viele Industriestaaten über Penetrationsraten von über 100 Prozent verfügen - aber die Entwicklungsländer holen auf.

Das Wachstum im Mobilfunk ist ungebrochen. Trotz einer Marktsättigung in vielen Industriestaaten hat die Zahl der Handyverträge in diesem Jahr einen neuen Höchstwert erreicht. Laut einer Studie der Markforscher von Informa Telecoms & Media stieg die Anzahl der aktiven Mobilfunkverträge auf 3,3 Milliarden, demnach telefoniert die Hälfte der Weltbevölkerung mobil.

Bei dem Wert muss allerdings berücksichigt werden, dass vorwiegend in den Industrienationen bereits Penetrationsraten von über 100 Prozent erreicht werden, in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern liegt der Wert deutlich niedriger. Während in 59 Ländern eine Verbreitung von mehr als 100 Prozent verzeichnet wird, betrug die Mobilfunk-Penetration in 27 Ländern unter zehn Prozent.

Ein ähnliches Gefälle zeigt sich auch beim durchschnittlichen Umsatz je Kunde (ARPU). Der Untersuchung zufolge zahlen Kunden in entwickelten Ländern rund 70 US-Dollar im Monat für ihre Mobilfunkrechnung, in vielen erwerbsschwachen Regionen seien dagegen Umsätze von 3 US-Dollar je Kunde gewöhnlich.

Dass Mobilfunk die klassische Festnetztelefonie zunehmend verdrängt, zeigt eine Untersuchung des Statistischen Bundesamtes der Europäischen Gemeinschaft. So sei die Zahl der Mobilfunkverträge zwischen 1996 und 2005 innerhalb der EU von sieben auf 96 Verträge je 100 Einwohner gestiegen, bereits vor zwei Jahren gab es in 13 Mitgliedsstaaten eine Penetrationsrate von mehr als 100 Prozent. Mittlerweile nutzen rund 20 Prozent der EU-Haushalte einen mobilen Telefonanschluss und verzichten aufs Festnetz.

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