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Neuer Erl-"König" für den PC

17.05.2005 | 16:24 Uhr |

Wer seinen Rechner auch für TV- und Videoabende einsetzt, verwendet unter Umständen eine spezielle Home Entertainment-Software wie Erl von Compmehr. Jetzt hat der Hersteller die Installation seines Produktes verbessert.

Compmehr hat seine Multimedia-Software Erl überarbeitet. Die Installation dieses Home Entertainment Centers sollte jetzt deutlich benutzerfreundlicher sein, neue Funktionen kamen laut Hersteller aber nicht hinzu.

So benötigte Erl bisher zwingend eine Partition D zum Ablegen der Videos, Bilder und anderer Dateien. War keine Partition D vorhanden, konnte die Software nicht installiert werden. Dieses Manko ist Compmehr zufolge jetzt behoben, die Videogalerien lassen sich nun auf einer beliebigen Partition ablegen. Ähnliches gilt für den CD-Player und die DVD-Kopierfunktion, die bisher den Laufwerksbuchstaben E für das DVD-ROM erforderten, um die volle Funktionalität von Erl nutzen zu können. Jetzt kann für das DVD-Laufwerk ein beliebiger Buchstabe verwendet werden. Die Installation der Erl-Software sollten zudem ohne DOS-Fenster über die Bühne gehen, wie der Hersteller verspricht.

Die "Multimedia-Software Erl" von Compmehr kostet 49,90 Euro und ist eine Home-Entertainment-Lösung, vergleichbar mit der Windows XP Media Center Edition 2005 (MCE) von Microsoft (als Alternative zu Windows XP Home oder Professional) oder mit Tvcentral von Sceneo , einem Geschäftsbereich von Buhl Data . Auch das zu einem Preis ab 49,95 Euro erhältliche Tvcentral fasst alle wichtigen Home Entertainmentfunktionen unter einer gemeinsamen Oberfläche zusammen, bietet aber zusätzlich im Unterschied zur MCE und zu Erl die Möglichkeit, Werbeblöcke bei der Aufzeichnung auszulassen.

Compmehr will sich aber mit einem wesentlichen Merkmal von den Konkurrenzprodukten absetzen. Das Unternehmen setzt bei Erl nämlich ganz auf Symbole und vermeidet weitgehend Textmenüs. Im linken Bildschirmbereich befinden sich vier Symbole für TV (inklusive DVD, TV-Zeitschrift und Videogalerie), Audio (digitales Radio, Internetradio, MP3- und CD-Player), Bilder (Galerien und Webcam) und Internet (inklusive VoIP). Wenn Sie eines der vier Icons anwählen, erscheinen am unteren horizontalen Bildschirmrand die Auswahlmöglichkeiten des gewählten Menüs. Die Symbole lassen sich via Maus und über Tastenkombinationen sowie mit einer Infrarotfernbedienung ansteuern.

Das Prinzip heißt also: Bildführung statt Textmenüs. Das soll weniger PC-affine Anwender anlocken, die bisher nur die Fernsehoberfläche gewohnt sind. Allerdings wird dieses Prinzip nicht konsequent durchgehalten: Bei der Konfiguration von Erl muss sind der Benutzer nämlich durchaus mit Windowsmenüs herumplagen.

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