Neuer Dienst

Microsoft StreetSide - Widerspruchsfrist beginnt heute

Montag den 01.08.2011 um 12:12 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Ab heute beginnt die Widerspruchsfrist, durch die Bundesbürger verhindern können, dass ihr Haus im neuen Microsoft-Dienst Streetside zu sehen ist.
Seit Mai fahren Microsofts Autos durch Deutschland und fotografieren die Straßen für den neuen Dienst Bing Streetside, der in Konkurrenz zu Googles Streetview treten soll. Voraussichtlich im Herbst soll der Dienst an den Start gehen. Den Datenschützern hatte Microsoft Anfang Juni vorab versprochen , das Blockieren von Fotos noch vor dem Start des neuen Dienstes zu erlauben.

Diesem Versprechen kommt Microsoft nun nach: Ab sofort und noch bis 30. September bietet Microsoft auf freiwilliger Basis die so genannte befristete Möglichkeit zum Vorabwiderspruch an. Kurzum: Wer nicht möchte, dass sein Haus auf Bing Streetside zum Start des Dienstes erscheint, kann dies per Vorabwiderspruch verhindern.Laut Angaben von Microsoft werden die bis zum 15. Juli 2011 eingegangenen Vorabwidersprüche freiwillig von Microsoft bearbeitet, soweit die in den Widersprüchen genannten Häuser bereit eindeutig identifizierbar sind.

Ist die Frist für den Vorabwiderspruch am 30. September abgelaufen, dann können die Widersprüche gegen die Veröffentlichung der jeweiligen Häuser auf Bing Streetside erst wieder nach Start des Dienstes eingelegt haben.

Für den Vorabwiderspruch bietet Microsoft dieses Online-Formular an, mit dem die "Unkenntlichmachung von Bildern vor der Veröffentlichung" beantragt werden kann. Alternativ steht das Widerspruchsformular auch als PDF-Dokument zum Download bereit.

Montag den 01.08.2011 um 12:12 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (1)
  • Tormentill 22:45 | 01.08.2011

    Microsoft StreetSide - Widerspruch

    Das Widerspruchsformular ist eine ziemliche Schikane für alle, die von ihrem Recht Gebrauch machen wollen. Verglichen damit war es bei Google StreetView ein Klacks.

    Erstmal erlaubt das Formular bei Mehrfamilienhäusern sogar dem Eigentümer nicht, das ganze Haus unkenntlich machen zu lassen. Das geht jeweils nur mit einem einzelnen Stockwerk. Dann verlangen sie auch noch eine detaillierte Beschreibung des Hauses, als ob es nicht gerade Sinn dieses „Dienstes“ wäre, Häuser anhand ihrer Adresse aufzufinden.
    Schließlich gelangt man zur Seite „Adresse bestätigen“ – mit wenig intuitiv zu steuernder Kartenansicht, von der man auf Satellitenbild umschalten und da auf das Gebäude klicken soll, das man meint. Nur dumm, dass anstelle der zuvor eingegebenen Hausnummer da plötzlich eine andere steht! Nämlich die Quersumme der eingegebenen Zahl!!! Keine Ahnung, warum.
    Wenn das ganze StreetSide so holprig zu bedienen ist wie diese Seite, dann kann Google jedenfalls schon mal die Sektkorken knallen lassen:
    Nach ein paar Sekunden wechselt die Ansicht unvermittelt zu einer Weltkarte. Da heißt es dann aber ganz genau zielen... oder warten, ob die Ansicht nicht vielleicht doch plötzlich auf die gewählte Straße zurückspringt.
    Eine Menge Arbeit, bis man tatsächlich sein eigenes Dach unterm Mauszeiger hat. – Und dann klickt man und klickt, aber es geschieht nichts. Oder man springt eine Seite zurück, überprüft, was man womöglich Falsches eingegeben haben könnte und kommt erst wieder weiter, wenn man nochmal den (nun geänderten) Captcha-Code eingetippt hat.
    Wenn man Glück hat, hat man irgendwann in dem Kartenfensterchen die richtige Zoomstufe erwischt, bei der ein Klick angenommen wird, so dass man seine Angaben endlich übermitteln kann.

    Eigentlich sollte jeder Immobilienbesitzer denen die Arbeitszeit für diese umständliche Aktion in Rechnung stellen, besonders wenn er mehr als ein Gebäude/Stockwerk schützen möchte. Das dürfte den Profit von M$ $treet$ide dann etwas schmälern.

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