11.05.2011, 08:44

Panagiotis Kolokythas

Neuer Dienst

Google Music - die wichtigsten Fragen & Antworten

Google hat auf der I/O Conference for Developers einen neuen Online-Musik-Dienst vorgestellt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um den neuen Dienst.
Google hat auf der Entwicklermesse Google I/O in San Francisco den lang erwarteten Online-Dienst für Musik gestartet. Der Dienst kann derzeit nur in den USA  getestet werden. Ob und wann der Dienst auch hierzulande erhältlich sein wird, bleibt abzuwarten.
Wer darf an Music Beta by Google teilnehmen?
Music Beta by Google ist vorerst nur in einer Beta-Version gestartet. Anwender in den USA können sich bei Google für die Teilnahme an der Beta bewerben. Nach und nach sollen immer mehr Tester für den neuen Dienst freigeschaltet werden.
Was genau ist Music Beta by Google?
Beim neuen Dienst handelt es sich quasi um eine Online-Festplatte für Musik-Dateien. Das Prinzip des neuen Google-Dienstes ähnelt dem von Cloud Drive von Amazon: Anwender können bei Music Beta by Google ihre Songs hochladen und von überall per Android-Handy oder Computer darauf zugreifen. Dabei werden übrigens auch die Playlists zwischen den Geräten synchronisiert.
Für welche Endgeräte gibt es den neuen Dienst?
Auf dem Rechner erfolgt Hochladen und das Verwalten der Songs über die Website music.google.com . Für Smartphones und Tablets mit Android bietet Google jeweils eine eigene App mit schickem 3D-Interface an. Mit der App können sowohl die auf dem Gerät lokal befindlichen Songs als auch die in der Cloud abgelegten Songs angehört und verwaltet werden. Die App Google Music Android ist ab sofort für alle Geräte erhältlich, auf denen Android 2.2 oder höher läuft.
Wie viele Songs können hoch geladen werden?
Laut Angaben von Google können Anwender bis zu 20.000 Musik-Dateien bis Music Beta by Google hochladen. Amazon gestattet bei seinem Dienst Cloud Drive kostenlos nur das Hochladen von bis zu 1000 Songs und verlangt anschließend Geld für das Hochladen weiterer Songs.
Benötige ich eine Internet-Verbindung, um die Songs anzuhören?
Nein. Zwar werden bei Music Beta by Google die Songs in die Cloud hochgeladen.Die Android-App lädt aber automatisch die zuletzt gehörten Songs auf das Endgerät herunter, so dass man diese Songs auch beispielsweise im Flugzeug anhören, wenn mal keine Internet-Verbindung besteht. Alternativ kann der Anwender auch per Alben, Playlists oder manuell Songs auswählen, die heruntergeladen werden sollen.
Bietet Google auch Musik zum Kauf an?
Noch nicht. Anders als bei Amazons Cloud Drive bietet Google derzeit noch keinen Verkauf von Songs an. Google verfolgt weiterhin die Pläne, einen Online-Musik-Marktplatz anzubieten, konnte sich aber bisher noch nicht darüber mit den großen Plattenfirmen einigen. Ein Google-Manager bezeichnete die Forderungen der Plattenindustrie als "unverschämt und untragbar". Es kann aber davon ausgegangen werden, dass Google weiterhin mit den großen Plattenfirmen redet und sicherlich irgendwann auch eine Lösung finden wird, Musik auf Android-Geräten zu verkaufen.
Gibt es Google Music auch für das iPhone?
Nein - und wird es wohl auch nie geben. Google betont übrigens in dem Zusammenhang, dass der bei der Android-App eingesetzte Player Flash benötigt.
Was ist "Instant Mix"?
Google Music bietet eine pfiffige Funktion, die den Namen "Instant Mix" trägt. Die Funktion dient dazu, automatisch Playlists für den Anwender zu erstellen. Dazu wählt man einen Song aus und Google Music durchsucht den Rest der eigenen Musikbibliothek nach dazu passenden Songs.
Können Songs über iTunes hochgeladen werden?
Ja - diese Möglichkeit bietet das Upload-Tool von Google Music an. Die Songs dürfen aber über keinen Kopierschutz verfügen.
Was kostet Google Music?
Google betonte bei der Vorstellung des neuen Dienstes, dieser sei während der Beta-Phase kostenlos. Das deutet zumindest an, dass der Dienst nach dem Ende der Beta-Phase etwas kosten könnte.
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