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Neuer DVD-Standard-Streit droht

08.11.2002 | 11:05 Uhr |

Der aktuelle Streit um das künftige DVD-Standard-Format ist noch nicht entschieden, da droht bereits ein neuer um das Format der Nachfolge-Technologie. Diese ermöglicht es, bis zu 50 Gigabyte Daten auf einer DVD zu speichern.

Der aktuelle Streit um das künftige DVD-Standard-Format ist noch nicht entschieden, da droht bereits ein neuer um das Format der Nachfolge-Technologie. Diese ermöglicht es, bis zu 50 Gigabyte Daten auf einer DVD zu speichern. Zur Wahl stehen "Advanced Optical Disc" (AOD) und "Blu-Ray".

Toshiba und NEC haben dem DVD-Forum die AOD-Technologie als künftigen Standard vorgeschlagen. Das Konsortium umfasst 212 Unternehmen. Wie Hideyuki Irie, Sprecher des Forums mitteilte, werde das Konsortium im zweiten Quartal 2003 die genauen Spezifikationen für AOD festlegen.

Bereits Anfang dieses Jahres wurden die Spezifikationen einer alternativen Technologie namens Blu-Ray von neun Unternehmen bekannt gegeben, darunter Matsushita, Philips, Sony, Hitachi, LG Electronics, Pioneer und Samsung.

Die AOD-Technologie basiert auf einem blauen Laser mit 405 Nanometern Wellenlänge und kann bis zu 20 Gigabyte Daten auf eine DVD herkömmlicher Größe unterbringen. Erste kommerzielle Geräte sollen bereits im nächsten Jahr produziert werden, wie Mitsumasa Fukumoto, Sprecher von NEC mitteilte.

Blu-Ray arbeitet ebenfalls mit einem blauen Laser mit 405 Nanometern Wellenlänge, kann aber bis zu 27 Gigabyte Daten auf einer Seite beziehungsweise bis zu 50 Gigabyte Daten auf beiden Seiten speichern. Erste Produkte sollen in Kürze veröffentlicht werden, genaue Termine sind aber noch nicht bekannt.

Es wird erwartet, dass die Nachfrage nach den so genannten "High-Capacity"-DVD-Laufwerken mit der Einführung von High-Definition-Fernsehübertragungen (HDTV), die nächstes Jahr in Japan beginnen, stark ansteigen wird. 20 Gigabyte Daten würden ausreichen, um zwei Stunden HDTV aufzuzeichnen.

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