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Neuer Ärger droht: Winamp nistet sich in Windows ein

05.11.2001 | 15:37 Uhr |

Auf neue Querelen kann sich Microsoft schon einmal einstimmen: Seit letzter Woche ist eine Software für den Mediaplayer "Winamp" auf dem Markt, die eigene Kontrollleisten zur Titelzeile von Windows-Applikationen hinzufügt. Dies ist laut den Microsoft-Richtlinien für Third-Party-Entwickler indes unzulässig.

Auf neue Querelen kann sich Microsoft schon einmal einstimmen: Seit letzter Woche ist eine Software für den Mediaplayer "Winamp" auf dem Markt, die eigene Kontrollleisten zur Titelzeile von Windows-Applikationen hinzufügt. Dies ist laut den Microsoft-Richtlinien für Third-Party-Entwickler indes unzulässig.

Wie unser Schwestermagazin "Computerwoche" berichtet, fürchten Marktbeobachter nun, dass das Gezänk aus dem Browser-Bereich - siehe im Fall Netscape - auf die Mediaplayer ausgeweitet wird, denn auch hier versuche Microsoft, die eigenen Produkte eng an das Betriebssystem zu binden.

Winamp wird von der AOL-Time-Warner-Tochter Nullsoft entwickelt. Mit dem jetzt verfügbaren Plugin habe man jedoch nichts zu tun, erklärt Brennan Underwood, Chefentwickler bei Nullsoft. Die Zusatzsoftware fügt verschiedene Buttons in reservierte Bereiche von Anwendungen unter verschiedenen Windows-Versionen hinzu. Die Nutzer können darüber dann beispielsweise in Musiklisten scrollen oder ausgewählte Titel spielen.

Auch Yahoo kümmert sich wenig um die Microsoft-Vorgaben für Benutzeroberflächen: Yahoo Essentials integriert den Messaging-Client in den Internet Explorer - Yahoo wird damit zur voreingestellten Startsite im Browser und zur Suchmaschine. Ob solche Ansätze erfolgreich sind, muss sich Marktbeobachtern zufolge erst zeigen. Denn viele Versuche mit derartigen Anpassungen von Anbietern in vergangenen Jahren seien gescheitert, da die Anwender eine simple und einheitliche Oberfläche den zahllosen Buttons in ihrer Oberfläche vorziehen.

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