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Neue Sammelklage gegen Facebook

01.08.2014 | 18:06 Uhr |

Mit einer Sammelklage will ein österreichischer Jurist gegen den mangelnden Datenschutz bei Facebook vorgehen. Jedem Teilnehmer winken bei Erfolg 500 Euro Schadenersatz.

Facebook droht erneut eine Sammelklage. Der Grund: mangelnder Datenschutz im weltgrößten sozialen Netzwerk. Initiiert wird die Klage vom österreichischen Juristen Max Schrems. Er habe sich eigenen Aussagen zufolge bereits mehrfach bei den Behörden über die Datenschutz-Mängel bei Facebook beschwert. Nachdem die Beschwerden keine Konsequenzen für den Internet-Giganten nach sich gezogen hatten, will Schrems nun selbst zur Tat schreiten.

Für seine Sammelklage gegen Facebook sucht der junge Anwalt noch Mitstreiter. Jedem Unterstützer winken 500 Euro die Schrems als Schadenersatz vor Gericht erstreiten will. Inhalt der Klage ist unter anderem die Zusammenarbeit der Facebook-Betreiber mit der NSA im Rahmen des Spähprogramms Prism. Schrems kritisiert außerdem, dass das soziale Netzwerk viele Daten „hinter dem Rücken“ der Nutzer sammeln würde. Weiterhin stuft Schrems die Bestimmungen zur Verwendung von Nutzerdaten auf Facebook nach EU-Recht als ungültig ein.

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Der Klage kann sich laut dem Initiator jeder Über-18-Jährige mit Wohnsitz außerhalb der USA und Kanadas anschließen. Die Teilnahme ist kostenlos. Für die Prozesskosten wird ein Finanzierer aufkommen. Ob die Teilnehmer am Ende aber auch tatsächlich ihre 500 Euro bekommen, hängt vom Erfolg der Aktion ab. Möglicherweise verpflichtet sich Facebook jedoch zu einem Vergleich.

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