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Neue C-Klasse von Mercedes-Benz - alle Details und Foto-Galerie

17.12.2013 | 14:15 Uhr |

Die E-Klasse gilt zwar als das Marken-Herz von Mercedes-Benz und die S-Klasse als führender Technologie-Träger. Doch der Mercedes, den man auf unseren Straßen am häufigsten sieht, ist die C-Klasse. Wir erklären die wichtigsten Verbesserungen bei Sicherheit, Fahrerassistenz und Internetkonnektivität und stellen die neue C-Klasse von Mercedes-Benz in einer Riesen-Galerie vor.

Fülle von Sicherheits-Assistenten
Mit der komplett neu entwickelten C-Klasse will Mercedes‑Benz die Konkurrenz von BMW und Audi in die Schranken verweisen. Damit das klappt, verpassten die Entwickler dem neuen „Massen“-Mercedes nicht nur ein gediegenes Innen-Ambiente, sondern packten zudem fast alles, was an modernen Fahrerassistenz- und Sicherheitsassistenzsystemen denkbar und in der aktuellen S- und E-Klasse bereits lieferbar ist, auch in die neue C-Klasse („Intelligent Drive“).

Neue C-Klasse bekommt S-Klasse-Funktionen

Serienmäßige Sicherheits-Systeme :
* Attention Assist: Müdigkeitswarner
* Collision Prevention Assist Plus: Notbrems-Assistent
 
Optionale Sicherheits-Systeme in der neuen C-Klasse:
* Distronic Plus: Dieses ACC mit Lenk-Assistent und integriertem Stop&Go Pilot ist ein teilautonomer Stau-Assistent, der sich bei Geschwindigkeiten unter 60 km/h bei fehlenden oder uneindeutigen Spurmarkierungen am vorausfahrenden Fahrzeug orientieren kann und so ein sicheres, komfortables Mitschwimmen in der Kolonne ermöglichen soll.
* Bas Plus: Bremsassistent, der jetzt auch Querverkehr erkennen und eine zu schwache Fahrerbremsung verstärken kann;
* Pre-Safe-Bremse: Kann auch Fußgänger erkennen und autonom bremsen
* Erweiterter Aktiver Spurhalte-Assistent
 
Dazu kommen noch diese Komfort-Assistenten:
* Aktiver Park-Assistent * 360-Grad-Kamera * Verkehrszeichen-Assistent mit Falschfahr-Warnfunktion * Adaptiver Fernlicht-Assistent Plus , der Dauerfernlicht durch gezieltes Ausblenden anderer Fahrzeuge im Fernlichtkegel ermöglicht.

 
Weniger Gewicht und mehr Platz
Die C-Klasse speckt gegenüber dem Vorgänger deutlich ab – Aluminium macht eine Gewichtsreduzierung um bis zu 100 Kilogramm möglich. Weniger Leergewicht bedeutet aber nicht nur einen geringen Spritverbrauch, sondern auch ein agileres Fahrverhalten. Apropos Fahrverhalten: Gegen Aufpreis schwebt man mit einer Luftfederung (AIRMATIC) über die Straßen.

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Trotz des Gewichtsverlustes wurde die neue C-Klasse aber nicht kleiner, sondern misst nun knapp unter 4,70 Meter. Bei 80 Millimeter mehr Radstand (2840 Milli­meter) gegenüber dem Vorgänger wuchs die Fahrzeuglänge exakt um 95 Millimeter (4686 Millimeter) und die Fahrzeugbreite um 40 Millimeter (1810 Millimeter). Der daraus resultierende Raumgewinn kommt vor allem den Fondpassagieren zugute. Das Kofferraumvolumen der neuen C-Klasse misst 480 Liter.

Nobles Interieur
Vergrößern Nobles Interieur
© Mercedes-Benz

 
H7- und LED-Licht
Serienmäßig ist die neue C-Klasse mit H7-Halogen-Scheinwerfern ausgestattet. Neben den serienmäßigen Scheinwerfern sind zwei energiesparende LED-Varianten zu haben: eine statische sowie eine dynamische Version mit „LED Intelligent Light System“. Schlusslicht und Bremsleuchte in den Heckleuchten sind bei allen Scheinwerferversionen in LED-Technik ausgeführt.
 
Innenraum
Im Inneren warten nicht nur hochwertige Materialien, Sitze, Türeninnenverkleidungen und ein Armaturenbrett auf die Insassen. Sondern auch geballte Internet-Konnektivität. Ein Blickfang ist der nun frei stehende und das Armaturenbrett beherrschende Bildschirm mit 17,78 Zentimetern (7 Zoll). Seine dominante Positionierung ist nicht nach jedermanns Geschmack und sorgte in den Internetforen schon für reichlich kontroversen Gesprächsstoff. Bei der Ausstattung mit Comand Online ist der Bildschirm sogar 21,33 Zentimetern (8,4 Zoll) groß.

Alle Auto-Tests der PC-WELT auf einen Blick (Update 10.12.)

Bedient wird der Bildschirm mit dem weiter entwickelten Controller und einem neuen Touchpad in der Handauflage über dem Controller auf dem Mitteltunnel. Wie bei einem Smartphone können damit sämtliche Funktionen der Head-Unit per Fingergeste bedient werden. Zudem erlaubt das Touchpad die Eingabe von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen mittels Handschrift, und zwar für jede Sprache. Bei Betätigung der Bedienfläche des Touchpads erhält der Benutzer eine haptische Rückmeldung. Solche kleinen Touchpads gibt es mittlerweile auch bei Audi Connect, BMW ConnectedDrive und Opel IntelliLink im neuen Insignia.

Die neue C-Klasse von Mercedes-Benz
Vergrößern Die neue C-Klasse von Mercedes-Benz
© Mercedes-Benz

 
Das Navigationssystem bietet unter anderem einen animierten Kompass, eine „Drive Show“ mit Informationen für die Passagiere sowie die Anzeige von Google Maps auf der Headunit. Außerdem soll das Navigationssystem jetzt besser und in Echtzeit über die Lage auf den Straßen informieren, wenn es seine Verkehrsdaten via Internet über den Dienst „Live Traffic Information“ von TomTom erhält.
 
Internet-Konnektivität
Mit einem Bluetooth-fähigen Mobiltelefon mit Datenoption ist bereits das vergleichsweise preiswerte Audiosystem Audio 20 internetfähig. Damit ist freies Internetsurfen bei Fahrzeugstillstand möglich. Während der Fahrt können Mercedes-Benz Apps wie Wetter, Google Lokale Suche mit StreetView und Panoramio, Ziel-/Routen-Download und Facebook genutzt werden. Audio- und Video-Wiedergabe ist von verschiedenen Quellen möglich. Zum Beispiel via Bluetooth, von Apple iPod und iPhone, von SD-Karte, USB-Stick oder CD/DVD (ab Audio 20 CD und bei Comand Online).

Comand Online von Mercedes-Benz im Praxistest

Comand Online mit Hotspotfunktionalität
Gegen einen deutlichen Aufpreis bekommt man auch Comand Online für die C-Klasse. Das Infotainmentsystem bietet ein größeres Display mit einer Auflösung von 960 x 540 Punkten und  ermöglicht unter anderem auch den digitalen TV/Radio-Empfang und Festplatten-Navigation mit automatischer Stauberücksichtigung, integrierte WLAN-Hotspotfunktionalität sowie das Sprachbediensystem Linguatronic.

Der frei stehende Bidlschirm beherrscht das Armaturenbrett
Vergrößern Der frei stehende Bidlschirm beherrscht das Armaturenbrett
© Mercedes-Benz

 
Telefonie via Bluetooth serienmäßig
Sowohl das Basis-System Audio 20 als auch das Audio 20 CD und das Comand Online sind serienmäßig mit einer Basis-Telefonie ausgerüstet, die das Mobiltelefon über eine standardisierte Bluetooth-Schnittstelle mit dem Fahrzeug verbindet.
 
Head-Up-Display
Lange hat sich Mercedes-Benz gegen diese vor allem von BMW propagierte und angebotene Technologie gewehrt. Die Rede ist vom Head-Up-Display. In der C-Klasse ist sie nun aber erhältlich. Wie in einem Jet blendet es wichtige Informationen zusätzlich direkt ins Blickfeld des Fahrers in die Frontscheibe ein und sorgt dadurch für leichte Ablesbarkeit und für geringe Ablenkung vom Fahrbahngeschehen. Das System informiert über Geschwindigkeit, Tempolimits, Navigationsanweisungen und zeigt Hinweise der Distronic an. Damit zieht Mercedes-Benz hier endlich mit BMW gleich, das schon länger Head-Up-Displays anbietet.
 
Grundpreise
Die neue C-Klasse Limousine kann ab sofort bestellt werden. Angeboten werden zunächst die Modelle C 180 ab 33.558 Euro, C 200 ab 36.414 Euro sowie C 220 BlueTEC ab 38.675 Euro (Preise in Deutschland, jeweils inkl. 19 % MwSt.).

Die neue C-Klasse startet zunächst also nur mit drei Motorisierungen (zwei Benziner und ein Diesel) und nur als Stufenheckversion. Das T-Modell, 4matic, 9-Gang-Automatik und stärkere Motoren (insbesondere 6-Zylinder) folgen erst zu einem späteren Zeitpunkt. Ebenso fehlt zum Start ein Modell mit Erdgas-Antrieb. Damit will Daimler sicherlich auch verhindern, dass die ja deutlich gewachsene C-Klasse der erst im Frühjahr 2013 überarbeiteten E-Klasse zu nahe rückt und dieser Käufer abnimmt. Wer derzeit also beispielsweise einen neuen Mercedes-Kombi mit einem kräftigen 6-Zylinder fahren will, muss weiterhin zur E-Klasse greifen.

Ab 2014 wird die C-Klasse erstmals an vier Standorten auf vier Kontinenten produziert: Bremen, East London (Südafrika), Peking (China) und Tuscaloosa (USA). Das Werk Bremen steuert dabei die globale Produktion der C-Klasse.

Video: Mercedes Comand Online im Test

 

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