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Neue Zürcher Zeitung: 225 Jahrgänge werden digitalisiert

14.01.2005 | 16:15 Uhr |

Die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) gehört zu den ältesten noch erscheinenden Zeitungen der Welt. Jetzt sollen alle 225 Jahrgänge digitalisiert werden.

Es ist ein Fundus der Weltgeschichte, zumindest derjenigen der letzten 225 Jahre. Im Jahr 1780 erschien die erste Ausgabe der " Neue Zürcher Zeitung " (NZZ) und während der Graf d'Estaign und seine Kriegstaten während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges - denen sozusagen die erste Titelgeschichte gewidmet wurde - bereits vergessen ist, existiert die Zeitung bis zum heutigen Tag. Bereits seit 1993 werden die Artikel der NZZ digital gespeichert, jetzt soll der Rest der 225-jährigen Geschichte an die Reihe kommen.

Insgesamt werden laut NZZ rund zwei Millionen Seiten, die auf 1500 Mikrofilmrollen abgebildet sind, digital gesichert. Dabei kommt das Tiff-Format zum Einsatz, "weil es dank guter Dokumentation und weiter Verbreitung als De-facto-Standard gilt und mit großer Wahrscheinlichkeit auch noch in ferner Zukunft gelesen werden kann", so die NZZ.

Damit in der Masse an Informationen nicht die Übersichtlichkeit verloren geht, kommt die Texterkennungs-Software Finereader zum Einsatz. Damit soll eine spätere Suche im Archiv nach bestimmten Stichwörtern möglich sein. Für die Digitalisierung sind Experten des Fraunhofer-Instituts für Medienkommunikation (IMK) zuständig, die einen Cluster mit 20 Rechnern unter Windows und Linux einsetzen.

Pro Seite rechnet die Neue Zürcher Zeitung mit einem Speichervolumen von vier MB, insgesamt soll das Archiv zehn Terabyte umfassen. Die Arbeiten an dem 600.000 Euro teuren Projekt sollen im Sommer dieses Jahres beendet sein.

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