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Flash Player 10.1 zwingt zum Umdenken

14.04.2010 | 16:13 Uhr |

Die kommende Version 10.1 von Adobes Flash Player wird Banken und verschiedene kommerzielle Websites zu Veränderungen zwingen. Flash Player 10.1 wird einen privaten Modus enthalten, der automatisch aktiviert wird.

Aktuelle Browser-Versionen enthalten einen so genannten Privaten Modus, der die Privatsphäre der Benutzer schützen soll, indem keine Surf-Spuren gespeichert werden. Doch das Flash-Player-Plugin untergräbt diesen Schutz, weil es weiterhin das Speichern so genannter Flash-Cookies zulässt. Erst Flash Player 10.1 wird dies ändern. Doch das wird etliche Websites, auch einige Banken, zum Umdenken zwingen - am besten schon jetzt.

Flash-Cookies , auch Super-Cookies genannt, sind Datenschnipsel, die eine Website auf dem Rechner eines Besuchers ablegen kann. Bei einem erneuten Besuch, während einer Shopping-Tour oder beim Online-Banking können Websites den Besucher wiedererkennen oder etwa einen Warenkorb damit verwalten. Dazu dienen auch die normalen Cookies, deren Größe jedoch stark eingeschränkt ist. Außerdem können sie im privaten Browser-Modus nicht eingesetzt werden. Daher weichen zum Beispiel manche Banken auf Flash-Cookies aus, um Missbrauch von Bankkonten zu erkennen.

Adobe hat auf die anhaltende Kritik von Datenschützern am Flash Player reagiert und für die im Sommer erwartete Version 10.1 einen privaten Modus angekündigt. Dieser soll automatisch aktiviert werden, sobald der Anwender seinen Browser in den Privaten Modus schaltet. Dann erlaubt auch der Flash Player nicht mehr Cookies lokal zu speichern.

Websites von Banken und Online-Shops sowie deren Dienstleister, die Verfahren zum Besucher-Tracking anbieten, werden sich also frühzeitig um neue Lösungen bemühen müssen. Denn Internet-Nutzer werden gerade beim Besuch solcher Websites den Privaten Modus aktivieren, der mehr Online-Sicherheit verspricht.

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