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Online-Spieler sind vorsichtig geworden

26.09.2008 | 17:55 Uhr |

Online-Spieler stehen zunehmend im Mittelpunkt der Angriffe von Datendieben. Sie sind sich inzwischen der Gefahren bewusst und setzen zu ihrem Schutz Sicherheits-Software ein, wie eine neue Umfrage von Symantec zeigt.

Unter Online-Spielern war es lange Zeit üblich Virenscanner und Firewalls abzuschalten, um nicht durch Warnmeldungen gestört zu werden und um den Rechner nicht auszubremsen. Eine unter Besuchern der Games Convention 2008 in Leipzig durchgeführte Umfrage des Sicherheitsunternehmens Symantec zeigt eine Trendwende. Mittlerweile sind Gamer vorsichtig geworden und schützen sich besser als früher, denn jeder sechste Befragte ist bereits einmal Opfer der Datendiebe geworden.

Insgesamt hat Symantec 614 GC-Besucher befragt, darunter auch 21 Prozent weibliche. Von den Befragten spielen zwei Drittel online. Das iPhone wird von 35 Prozent der Befragten zum Spielen genutzt, der PC von 30 Prozent und 21 Prozent spielen mit einer Konsole. Die beliebtesten Spiele sind World of Warcraft , Couterstrike und Call of Duty .

Immerhin 16 Prozent der Befragten geben an, ihr Spielkonto sei bereits mindestens einmal gestohlen worden. Sicherheits-Software sei sehr wichtig, meinen 69 Prozent, 17 Prozent halten sie für mehr oder weniger wichtig, nur neun Prozent finden sie nicht wichtig. Sieben von zehn Befragten schalten ihre Sicherheits-Software beim Spielen nicht aus, auch nicht die Firewall.

Als Grund für den Einsatz von Schutzprogrammen geben 21 Prozent Angst vor Kontodiebstahl an, für 37 Prozent steht der Schutz ihrer persönlichen Daten im Vordergrund. Der Schutz vor Malware und anderen Gefahren aus dem Internet ist für 32 Prozent Anlass Sicherheitsprogramme einzusetzen. Lediglich neun Prozent haben keinerlei Schutz-Software installiert.

Die wichtigsten Angriffsmethoden sind DoS-Angriffe (Denial of Service) und Phishing, zunehmend auch ganz gezielt. So genannte Drive-by Downloads dienen zum Einschleusen von Malware, die persönliche Daten ausspionieren soll. Im zweiten Halbjahr 2007 waren bereits acht Prozent der Schädlinge auf Online-Spiele spezialisiert, Tendenz weiter steigend.

Es ist daher dringend zu empfehlen Schutzprogramme beim Online-Spielen aktiviert zu lassen. Neuere Software-Versionen verschiedener Hersteller sollen sich automatisch vornehm zurückhalten und auch weniger Systemressourcen verbrauchen, sodass der Spielspaß nicht mehr getrübt wird.

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