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Keine Gefahr für Google

19.08.2008 | 11:19 Uhr |

Alles beim Alten auf dem Suchmaschinenmarkt: Trotz großem Mediengetöse können Wikia Search und Cuil.com Platzhirsch Google bislang nicht den Rang ablaufen.

Die mit Spannung erwartete Suchmaschine Wikia Search von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales startete offiziell im Januar. Ende letzter Woche hatte sie laut Internet-Marktforscher Hitwise in den USA einen Marktanteil von 0,000079 Prozent inne.

Cuil.com ging er vor ein paar Wochen an den Start und fährt mit 0,0070 Prozent Anteil am amerikanischen Suchmaschinen-Markt etwas besser. Nach Angaben von Hitwise liegt das aber daran, dass die Suche im Zuge der Einführung und den damit verbundenen Medienberichterstattung häufiger geklickt wurde.

So seien die Userzahlen bei Cuil bereits wieder rückläufig. Über die Suchmaschine war im Vorfeld ausgiebig in den Medien berichtet worden, da einige ehemalige Google-Manager zum Gründerteam gehören.

Im Vergleich zu den beiden Neulingen entfielen 70,77 Prozent aller Suchmaschinenanfragen in die Vereinigten Staaten in den ersten vier Juliwochen auf Google. Damit erreichte der Suchmaschinengigant zum zehnten Mal in Folge den höchsten Marktanteil in der monatlichen Auswertung. Im Vorjahr konnte das Unternehmen zum selben Zeitpunkt 64,35 Prozent für sich beanspruchen.

Obwohl der Abstand zum großen Konkurrenten noch sehr groß ist, holt Wikia Search wenigstens etwas auf. Am Montag hatte die Suchmaschine ein Update für ihren Open-Source-Webcrawler Grub veröffentlicht, der Webseiten indexiert. Wie Wikipedia baut Wikia Search auf die aktive Teilnahme der Community. Nutzer sollen sich Grub herunterladen, damit dieser für seine Suche im Internet ungenutzte Rechnerressourcen nutzen kann.

Seit Anfang August steht außerdem offiziell die Wikia Toolbar zum Download bereit, die in den Firefox-Browser eingebunden werden kann.

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