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Neue Standards minimieren Gefahren von Voice over IP

Mit Hilfe von neuen Software-Standards sollen die Gefahren beim Umgang mit Voice over IP künftig minimiert werden. Dabei sollen neben den Geschäftskunden auch die Privatanwender geschützt werden.

Voice over IP (VoIP), die Internettelefonie, nahm nicht nur auf der diesjährigen CeBit einen hohen Stellenwert ein. Während knapp 31 Prozent der Top-50-Aussteller in Voice over IP ein wichtiges Trendthema sehen, so das Ergebnis der diesjährigen CeBit-Ausstellerbefragung von Steria Mummert Consulting (dabei wurden im Februar und März 2006 52 der größten CeBit-Aussteller zu den Top-Themen der Messe und zu ihrem Messeangagement befragt), nutzten im ersten Quartal 2005 bereits elf Millionen Anwender VoIP ? Tendenz steigend.

Nicht zuletzt, da nun auch Unternehmen wie T-Com und Arcor mit ihren Dual Mode-Handys ins Mobilfunkgeschäft einsteigen wollen, wird sich die Internettelefonie nach der Einschätzung der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting etablieren ? allerdings birgt die VoIP-Techniologie auch viele Gefahren in der Anwendung.

Unternehmen favorisieren VoIP dabei aufgrund der kostengünstigen Integration von Sprache und Daten in einem Netz. Die Mitarbeiterkommunikation kann dadurch flexibler gestaltet werden, die Technologie lässt sich in die bereits vorhandenen Unternehmensanwendungen integrieren. Doch die Internettelefonie birgt vor allem in Zeiten von Viren, Würmern, Trojanischen Pferden und Phishern eine Vielzahl Gefahren, sowohl für Unternehmen als auch für Privatnutzer.

Schwachstellen der Technologie können in allen Elementen des Netzwerkes auftauchen. Nicht nur die Software, sondern auch die Server und die Komponenten der zentralen Administration enthalten potenzielle Sicherheitslücken. Intelligente Betrüger könnten so beispielsweise vertrauliche Gespräche abhören, unbemerkt Anrufe umleiten, Informationen stehlen oder mit unerwünschten Werbebotschaften die Mailboxen der Nutzer füllen.

Abhilfe sollen eine richtig installierte Hardware und das nötige Sicherheitspaket schaffen. Von der Phase der Installation bis zur Datenübertragung bieten Security-Spezialisten Lösungen, die einen besseren Schutz garantieren. Bereits ein persönliches Passwort schützt den Zugang zur VoIP-Hardware vor unbefugten Eingriffen. Sicherheitsplattformen bieten eine Möglichkeit, gegen die Angriffe vorbeugend zu agieren. Sicherheitsexperten entwickeln derzeit Lösungen, die die übermittelte Sprache verschlüsseln. Der Standard des SRTP (Secure Real Time Protocol) lässt beispielsweise Anwender unbesorgt über VoIP kommunizieren, da Dritte so nicht mehr unbemerkt an dem Gespräch teilhaben können.

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