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Neue Speicher-Technologie von Rambus mit 3,2 GHz-Taktfrequenz

23.10.2001 | 13:26 Uhr |

Unter dem Codenamen "Yellowstone" entwickelt der Speicherproduzent Rambus eine neue Speicher-Technologie, die den Datenaustausch zwischen den einzelnen Chipkomponenten des PCs deutlich steigern soll. Damit soll eine anfängliche Taktrate von 3,2 Gigahertz möglich sein, die sich bis auf 6,4 Gigahertz steigern lassen soll.

Unter dem Codenamen "Yellowstone" entwickelt der Speicherproduzent Rambus eine neue Speicher-Technologie, die den Datenaustausch zwischen den einzelnen Chipkomponenten des PCs deutlich steigern soll ( Pressemitteilung ).

"Yellowstone"-Speicher soll zunächst mit einer Taktrate von 3,2 Gigahertz und einer Datentransferrate von 3,2 Gigabyte pro Sekunde arbeiten. Die Leistung will Rambus im Laufe der Zeit auf 6,4 Gigahertz steigern, die dafür erforderliche Technik heißt Octal Data Rate Signalling. Bisheriger Rambus-RAM ermöglicht einen maximalen Datentransfer von 1,6 Gigabyte pro Sekunde.

Seit zwei Jahren arbeitet Rambus an der neuen Technologie, wie Dave Mooring, Präsident von Rambus, bei der Eröffnung des Rambus Developer Forum (RDF) 2001 bekannt gab.

Die "Yellowstone"-Technologie soll die Möglichkeiten der neuen schnellen CPU-Generation erst richtig zum Tragen bringen und eine deutliche Performance-Steigerung ermöglichen. Dabei muss man aber berücksichtigen, dass für die Arbeitsgeschwindigkeit des Speichers nicht nur die Datentransferrate, sondern auch die Latenzzeit wichtig ist. Der neue Rambus-Speicher dürfte in der Praxis Probleme haben, die optimale Datentransferrate von 3,2 Gigabyte pro Sekunde zu erreichen. Bei der Latenzzeit hat DDR-RAM jedoch ohnehin die Nase vorn. Die Latenzzeit gibt an, wie schnell sich die Speicher-Register fällen und abrufen lassen.

Rambus äußerte sich noch nicht zur Marktreife der neuen Speicher-Technologie, die für den Einsatz in Desktop-Rechnern, Notebooks und Servern entwickelt wird. Vielleicht fällt die Einführung der "Yellowstone"-Speichertechnologie mit der Anhebung der Taktrate beim Pentium-4 zusammen. In diesem Fall könnte man mit den neuen Speicherchips in der Mitte des dritten Quartal 2002 rechnen.

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