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Neue Schriftarten für Microsoft Produkte

28.05.2006 | 13:38 Uhr |

Microsoft möchte die Lesbarkeit seiner Texte verbessern und setzt in Zukunft auf sechs neue Schriftarten, um das Leseerlebnis entspannter zu gestalten.

Bill Gates möchte den Nutzern von Microsoft Produkten ein entspanntes Leseerlebnis bescheren und setzt bei Betriebssystemen und Softwareprodukten in Zukunft auf sechs speziell erstellte Schriftarten. Durch umfangreiche Versuche konnte man die Struktur und Klarheit der Buchstaben nach eigenen Aussagen deutlich verbessern. So sollen Texte in Zukunft einfacher zu lesen sein, da Buchstaben und Wörter nicht mehr so verwaschen und weich wirken.


Das Paket umfasst zwei Serifen-Schriftarten, drei ohne Serifen und einen Monospace-Font für Programmierumgebungen. Die erste im Bunde ist „Calibri“, eine serifenlose Schriftart mit abgerundeten Ecken, die sich sowohl für Texte und Überschriften eignen soll. Daher wird sie vorrangig in Dokumenten, Mails, Webseiten und Magazinen Verwendung finden. Die zweite Schriftart namens „Cambria“ hat Serifen und soll in Dokumenten, Websites und Mails verwendet werden. „Candara“ ist eine sehr kurvenreiche Schriftart, die ein wenig an historische Buchstaben erinnert. Mit „Consolas“ kommen vor allem Programmierer auf ihre Kosten. Ähnlich wie bei Courier hat jeder Buchstabe die gleiche Breite, ähnlich wie bei einer Schreibmaschine. Dies bietet sich vor allem bei der Programmierung an, da die Augen sonst schnell ermüden würden.

Mit „Constantia“ ist Microsoft eine besonders schöne Schriftart gelungen, die sehr sauber und gut lesbar wirkt. Sie wurde mit besonderem Augenmerk auf Funktionalität und Flexibilität entwickelt und kann für Bildschirmtexte sowie im Druck verwendet werden. Die letzte Neuvorstellung ist „Corbel“, die wenig verspielt wirkt und ohne Serifen daherkommt. Sie stellt eine erstklassige Alternative zu Arial, Trebuchet oder Verdana dar. Die deutliche Zunahme von Inhalten, die an Displays von PDAs, Handys, PC oder Laptops betrachtet werden, verschafft der Lesbarkeit eine immer größere Bedeutung. Ist ein Text nicht lesbar, so werden Menschen bestimmte Websites nicht mehr besuchen oder ein Magazin nur ungern lesen. Daher forscht Microsoft gerade in diesem Bereich, um die unterbewusste Wirkung von Schriftarten besser nutzen zu können.

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