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Nokia verschärft den Streit mit Apple

Nokia verschärft den seit Monaten andauernden Streit mit Apple. Der weltgrößte Handy-Hersteller teilte gestern in einer Presseerklärung mit, dass er eine Beschwerde bei der Internationalen Handelskommission der USA (ITC) eingereicht hat. Die darin geäußerten Vorwürfe wiegen schwer: Apple soll gegen Nokia-Patente in nahezu all seinen Mobiltelefonen, tragbaren Musik-Playern und Computern verstoßen. Nokia rechnet mit einer Entscheidung der ITC über die Annahme des Falls innerhalb der nächsten 30 Tage.

Konkret nennt Nokia sieben Patente, die Apple verletzen würde. Dabei gehe es "um wegweisende Innovationen" in den Bereichen Kamera, Antennentechnik, Energieverwaltung und Benutzeroberflächen, so die Begründung. "Nokia ist der führende Entwickler von vielen Schlüsseltechnologien in kleinen elektronischen Geräten", sagt Paul Melin, der verantwortliche Manager für Patentfragen bei Nokia. "Diese Maßnahme dient dem Schutz der Ergebnisse unserer bahnbrechenden Entwicklungen."

Bereits vor zwei Monaten hatte Nokia Klage gegen Apple vor einem US-Bundesgericht eingereicht. Der iPhone-Hersteller soll zehn Patente des finnischen Marktführers verletzen, die fundamental für den Betrieb von GSM, UMTS und WLAN in Mobiltelefonen sind. Apple hat umgehend mit einer Gegenklage geantwortet. Nokia lässt den Streit jetzt mit der ITC-Beschwerde eskalieren.

Nokia hat eine der größten Patentsammlungen im Mobilfunkbereich weltweit. Alleine in den letzten zwei Jahrzehnten hat das Unternehmen über 40 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung der drahtlosen Kommunikation gesteckt. Ein großer Teil dieser Entwicklungen wurde zum Standard in der Telekom-Branche und wird an rund 40 Unternehmen lizensiert, darunter nahezu alle wichtigen Handy-Anbieter.

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