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Neue Runde im Duell um Lizenzen auf JPEGs

23.07.2002 | 11:58 Uhr |

Das JPEG-Komitee will die kürzlich von Forgent Networks erhobenen Lizenzansprüche auf das populäre Bildformat JPEG nicht ohne weiteres akzeptieren. In einer Stellungnahme versucht das Komitee darzulegen, dass die in JPEG angewandten Techniken älter sind, als die im US-Patent 4,698,672 beschriebenen.

Das JPEG-Komitee will die kürzlich von Forgent Networks erhobenen Lizenzansprüche auf das populäre Bildformat JPEG nicht ohne weiteres akzeptieren, wie unsere Schwesterpublikation Tecchannel berichtet. In einer Stellungnahme versucht das Komitee darzulegen, dass die in JPEG angewandten Techniken älter sind, als die im US-Patent 4,698,672 beschriebenen.

Das US-Unternehmen Forgent Networks hat vor einigen Tagen seine Besitzansprüche auf die in JPEG enthaltene Codierung angemeldet. Man sei dabei, mit einer Anwaltsfirma Lizenzgebühren von Hardwareherstellern einzutreiben, teilte Forgent damals mit.

Dem JPEG-Komitee geht es nun darum, zu beweisen, dass die in der JPEG-Codierung verwendeten Techniken den Status der "prior art" erfüllen, das heißt schon vor der Patentanmeldung angewandt wurden.

Zu diesem Zweck will das Komitee eine Web-Seite einrichten, auf der Beispiele für einer frühere Verwendung zu sehen sein sollen. Allerdings gilt es solche Beispiele erst zu finden. Das Komitee ruft deshalb zur Mitarbeit auf.

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