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VIA schielt mit "Nano" auf den Mainstream-Markt

30.05.2008 | 11:25 Uhr |

VIA hat die Prozessorfamilie "Nano" als Nachfolger der aktuellen C7-CPUs vorgestellt. Die Nano-CPUs versprechen bis zu viermal mehr Leistung bei gleichem Strombedarf und einfache Upgrades von C7-Systemen.

VIA verspricht eine optimierte Performance für Mainstream-PCs und neue Gerätetypen. "VIA-Nano-Prozessoren repräsentieren die nächste Generation der x86-Technologie", meint Wenchi Chen, Präsident und CEO von VIA Technologies . Die Prozessoren seien laut VIA für leistungsintensive Anwendungen bis hin zu aktuellen 3D-Games geeignet - eine indirekte Kampfansage an die Marktgrößen Intel und AMD.

Von Seiten VIAs wird betont, dass das Unternehmen bei seinen Prozessoren ein möglichst optimales Leistungs-pro-Watt-Verhältnis anstrebe. In diesem Punkt versprechen die 64-Bit-Nanos gegenüber dem aktuellen C7, der beispielsweise in Hewlett-Packards Mitstreiter auf dem Mini-Notebook-Markt zum Einsatz kommt, eine klare Steigerung. Der Strombedarf bleibe im gleichen Bereich bei einer bis zu viermal höheren Rechenleistung. Um die hohe Performance zu erreichen, setzt VIA bei den Nanos unter anderem auf spekulative Out-of-Order-Befehlsausführung, die für eine optimierte Auslastung der Prozessor-Pipelines gedacht ist. "VIAs Nano-Prozessoren wurden spezifisch entwickelt, um traditionelle Desktop- und Notebook-PC-Märkte zu revitalisieren", gibt das Unternehmen an. Die Nano-CPUs könnten optimierte Performance für die anspruchsvollsten Anwendungen bieten. Das umfasse die Wiedergabe von Blu-ray-Videos und aktuelle Computerspiele wie den 3D-Shooter Crysis. Angesichts der hohen Hardware-Anforderungen derartiger Games ist das eine starke Ansage in Richtung der x86-Konkurrenz.

Die Nano-Prozessorfamilie ist in 65-Nanometer-Technologie gefertigt und bietet eine Bus-Taktung von 800 Megahertz, womit Intels Atom übertroffen wird. Ihm soll im Bereich der Geräte mit kleinem Formfaktor wie beispielsweise Mini-Notebooks offenbar die Nano U-Serie Konkurrenz machen, die maximal 1,3 Gigahertz CPU-Taktung aufweist. Für Mainstream-PC-Systeme, ob Desktop oder mobil, ist die L-Serie mit bis zu 1,8 Gigahertz getakteten Prozessoren gedacht. Die Leistungsaufnahme von fünf Watt des effizientesten Nano-U liegt zwar etwas höher als die des Intel Atom, die maximal 25 Watt beim stärksten L-Modell aber können sehr gut mit Celeron-M-Prozessoren konkurrieren. Eine Pinkompatibilität zu den C7-Prozessoren verspricht Systemherstellern eine problemlose Migration zu den Nano-Chips und einfache Upgrades bestehender Systeme.

"Grüne" Technologie ist bei VIA über den Stromverbrauch und Power-Management-Technologien hinaus ein Thema. Die Nano-Prozessoren sind laut Unternehmen auch halogen- und bleifrei. Die CPUs seien für OEMs und Motherboard-Anbieter bereits verfügbar, die ersten Systeme auf Nano-Basis würden für das dritte Quartal 2008 erwartet. (pte/jp)

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