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Neue Notebook-Grafikchips von ATI

24.11.2004 | 13:22 Uhr |

Zwei neue Grafikchips von ATI sollen Spielspaß auf mobile Rechner bringen: Der Mobility Radeon X800 richtet sich an High-End-Spieler, der Mobility Radeon X300 wird in Einsteiger-Notebooks zum Einsatz kommen.

Mit dem Mobility Radeon X800 und dem Mobility Radeon X300 hat ATI zwei neue Grafikchips für Notebooks angekündigt. Beide basieren auf PCI-Express.

Der Mobility Radeon X800 (Codename M28) soll als Nachfolger des Mobility Radeon 9800 in erster Linie Spieler ansprechen. Er tritt im High-End gegen den Geforce Go 6800 von Nvidia an ( Test ). Der X800 besitzt 12 Pixel-Pipelines - vier mehr als sein Vorgänger. Außerdem hat ATI dem neuen Chip zwei zusätzliche Vertex-Einheiten spendiert - beim Mobilty Radeon X800 kümmern sich nun sechs Vertex-Pipelines um die Geometrie-Verarbeitung. Ebenso wie der Mobility Radeon 9800 basiert der neue Notebook-Grafikchip auf dem Desktop-Chip X800. Deshalb bringt er auch einen 256-Bit-Speicherbus mit. Als Speicher kommen maximal 256 MB GDDR3 zum Einsatz.

ATI ist überzeugt, dass der Mobility Radeon X800 der Konkurrenz von Nvidia deutlich überlegen ist. Als Beweis diente eine Demo von ATIs neuem Lieblings-Benchmark Half Life 2: Eine Verfolgungsjagd im Canal-Level absolvierte der ATI-Chip mit 57 Bildern pro Sekunde, der Geforce Go 6800 kam nur auf 33 Bilder pro Sekunde.

In Einsteiger-Notebooks soll der Mobility Radeon X300 (M22) für ein angenehmes Spielerlebnis sorgen. Im Vergleich zum High-End-Chip X800 ist er deutlich gestutzt und besitzt nur vier Pixel- und zwei Vertex-Pipelines. Vor allem der X300 soll von Hypermemory profitieren: Diese Technik erlaubt dem Chip, den Arbeitsspeicher als zusätzliches Grafik-RAM zu verwenden. Der Grafik-Chip benötigt so weniger eigenen Speicher und lässt sich günstiger und platzsparender ins Notebook integrieren. Dank der hohen bi-direktionalen Bandbreite von PCI-Express soll Hypermemory deutlich leistungsfähiger als bisherige Shared-Memory-Lösungen oder die Textur-Auslagerung per AGP sein.

Neben der schon von den Desktop-Grafikchips bekannten Funktion VPU Recover, die bei einer Fehlfunktion der Grafikkarte einen Systemabsturz vermeiden soll, bringen die beiden Notebook-Chips den Stromsparmodus Powerplay 5.0 mit. Neu ist dabei für die PCI-Express-Modelle die Technik Dynamic Lane Count Switching: Im Akkubetrieb nutzt der Chip weniger PCI-Express-Lanes, was ihn langsamer, aber auch weniger stromhungrig macht.

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