81252

Neue "Norton"-Suite soll besser mit unbekannten Bedrohungen fertig werden

12.09.2006 | 16:36 Uhr |

Symantec hat technische Details und Preise zur neuen Generation seiner Consumer-Produkte bekannt gegeben.

Mit einem veränderten Lizenzmodell will Symantec der Konkurrenz aus Redmond und dessen "OneCare"-Security-Suite Paroli bieten. Der Hersteller will es Anwendern künftig erlauben, "Norton Internet Security" (NIS) zum Preis von nach wie vor rund 70 Dollar statt nur auf einem auf bis zu drei Rechnern zu installieren. Dafür verlangte Symantec von seinen Kunden bislang rund 120 Dollar pro Jahr. Bei Microsoft kostet der Rundumschutz von bis zu drei PCs knapp 50 Dollar pro Jahr. Das ist der Preis, den Symantec verlangt, wenn ein Kunde von einer älteren NIS-Fassung auf die neuere umsteigt.

NIS soll jetzt auch die Funktionen von "Norton Confidential" enthalten, um den Anwender vor Phishing-Attacken zu schützen. Das geschieht in Form einer Toolbar, die sich im Browser installiert. Mit Hilfe von Blacklists, digitalen Fingerabdrücken von SSL-Zertifikaten und heuristischen Techniken untersucht die Software, ob die jeweils aufgerufene Web-Seite legitim oder eine Fälschung ist. Norton Confidential soll im nächsten Monat auch alleine zu einem Preis von rund 50 Dollar zu haben sein.

Preislich unverändert kommt Symantecs Virenschutz daher: Der Hersteller verlangt für Norton Antivirus (NAV) wie gehabt rund 40 Dollar. Dafür hat sich technisch einiges verändert: Der Speicherbedarf und die Startzeit des Programms (33 Sekunden im Schnitt) wurden optimiert. Symantec hat zudem die Bedienoberfläche vereinfacht, wobei Expertenfunktionen nach wie vor enthalten sind.

Neben einer neuen Scan-Routine, die den Rechner vor der Installation des Programms auf mögliche Infektionen untersucht, gibt es außerdem eine Erweiterung, um auf unbekannte Bedrohungen zu reagieren. NAV nutzt nach wie vor Signaturen, soll jetzt aber in der Lage sein, auch Varianten eines bestimmten Schädlings erkennen und blocken zu können. Dabei sucht die Software nach bestimmten Mustern und Charakteristika. Eine Signatur könnte so möglicherweise vor einer ganzen Palette an Schädlingen schützen.

Ebenfalls neu ist eine Technik für das Erkennen von Rootkits. Diese ist überraschenderweise ein Ergebnis der Veritas-Akquisition: Dessen "VxMS"-Technik ist in der Lage, Dateien auf Volume-Ebene zu untersuchen, was vorherige Norton-Versionen nicht konnten.

Schließlich gibt es noch weitere Details zum Funktionsumfang von "Norton 360" (ehemaliger Codename " Genesis "): Die neu entwickelte Security-Suite soll im Gegensatz zu NIS auch die Funktionen von "Norton Save and Restore" sowie "Norton SystemWorks" enthalten. Zum genauen Preis von Norton 360 wollte sich der Anbieter noch nicht äußern. (ave)

0 Kommentare zu diesem Artikel
81252