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Pushmail für fast jede Mail-Adresse

Nokias Entscheidung, auf den neuesten Geräten die Blackberry-Services nicht mehr zu unterstützen, wird langsam verständlich. Mit der neuen Software Nokia Email Service lässt sich fast jede E-Mail-Adresse für Pushmail nutzen, so dass keine teuren Extradienste für die blitzschnelle Zustellung von Nachrichten abonniert werden müssen.

Nokia hat eine praktische neue Software für E-Mails zum Download in die Betalabs aufgenommen. Mit dem Nokia Email Service und einem passenden Handy der Eseries oder Nseries kann fast jede E-Mail-Adresse für Pushmail genutzt werden, so dass die Nachrichten genauso schnell auf dem Bildschirm erscheinen wie SMS. Die Verwendung ist bisher noch kostenlos. Nokia soll aber bereits mit mehreren Netzbetreibern verhandeln, um die Software später als neuen Service anzubieten, berichtet das Blog Symbian Guru . Dadurch werde auf der Handyrechnung nur ein monatlicher Festbetrag fällig, egal wie oft die Nutzer ihre E-Mails abrufen.

Auch die E-Mails von kostenlosen Anbietern wie Googlemail oder Yahoo kommen mit dem Nokia Email Service in Sekunden aufs Handy, nur Hotmail von Microsoft macht noch Probleme. Kostenpflichtige Pushmail-Angebote wie das von GMX, wofür 4,99 Euro pro Monat als Teil eines TopMail-Accounts fällig werden, können die Anwender sich so meistens sparen. Wer glaubt, dass Pushmail seinen Akku zu sehr belastet, der kann die E-Mails auch manuell abrufen oder in regelmäßigen Abständen aufs Handy herunterladen lassen.

Die Installation ist so einfach, dass manche potenziellen Nutzer bereits Sicherheitsbedenken haben und andere Anwender die Software gar nicht nutzen können. Statt kompliziert die Zugangsdaten zu den E-Mail-Servern auf dem Handy einzutippen, registrieren sich die Nutzer einfach mit ihrer Handynummer auf der Website email.nokia.com . Zusätzlich müssen sie nicht nur die E-Mail-Adresse eingeben, die verwendet werden soll, sondern auch das zugehörige Passwort. Nokia kann also theoretisch die Zugangsdaten zu tausenden elektronischen Postfächern sammeln. Sie versprechen aber auf ihrer Website, diese Informationen nicht zu missbrauchen.

Die detaillierten Daten werden für die extrem einfach gestaltete Installation des Nokia Email Service benötigt. Kurz nach der Anmeldung kommt eine SMS mit dem Link zu einer vorkonfigurierten Programmversion aufs Handy. Nokia hat dafür in den vergangenen Monaten die Zugangsdaten zu unzähligen E-Mail-Anbietern erfasst, sodass sie automatisch an der Adresse erkennen können, wie der Server für den Posteingang heißt. Genau darin besteht aber ein Problem: Wer beispielsweise seine eigene Internet-Domain bei 1&1 betreibt, muss immer imap.1und1.de oder pop.1und1.de als Eingangsserver verwenden, auch wenn sein Domainname ganz anders lautet. Die Nokia-Software kann das nicht automatisch erkennen.

Ein Klick auf den Link in der SMS installiert die Software, die sich danach gleich auf dem Startbildschirm das Handys einnistet, um immer die neuesten Betreffzeilen anzuzeigen. Der Aufruf einer Nachricht zeigt an, dass die Software mit HTML formatierte E-Mails bisher noch nicht korrekt anzeigen kann. Auch das Abonnieren von mehreren Foldern auf einem IMAP-Server beherrscht sie nicht. Mit dem Nokia Email Service hat der Nutzer vor allem seine Inbox immer unter Kontrolle. Für Nutzer von Googlemail hat die Software außerdem den Vorteil, dass sie auf dem Handy die SSL-Verschlüsselung nutzen können. Googles eigene Software für Mobiltelefone hat damit noch Probleme.

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