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Neue Mini-Batterien mit der Kraft eines Virus

Amerikanische Wissenschaftler haben anhand eines Forschungsprojekts eine bahnbrechende Entdeckung gemacht. Ein genetisch manipuliertes Virus ist imstande Materialen herzustellen, die dreimal soviel Energie speichern, wie eine herkömmliche Batterie und dabei so groß sind wie ein Reiskorn.

Die Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine neue Methode entdeckt, um leistungsstarke und sehr kleine Batterien herzustellen. Das Forschungsteam unter der Leitung von MIT Professor Angela Belcher, Paula Hammond und Yet-Ming Chiang, haben es geschafft ein Virus genetisch so zu manipulieren, dass es Cobaltoxid und Gold aufnimmt und diese Metalle in ultra-dünne Fäden mit einem Durchmesser von sechs Nanometern umwandelt.

Es ist möglich, das Virus zu klonen und auf diese Weise Lithium-Batterien herzustellen, welche die Größe eines Reiskorns haben. In der Größe einer herkömmlichen Batterie könnte dieses spezielle Material aus Cobaldoxid und Gold die doppelte oder dreifache Energiemenge speichern und weist dabei ein wesentlich geringeres Gewicht auf. Auch die Produktionskosten für diesen neuen Energiespeicher fallen sehr gering aus. Das Virus braucht keine spezielle Umgebung, denn die chemische Reaktion wird bereits bei Zimmertemperatur ausgelöst.

Laut Experten liegt der jährliche Fortschritt bei der Entwicklung leistungsfähigerer Batterien gerade einmal bei acht Prozent. Diese neue Technologie könnte die bisherigen Statistiken also im Handumdrehen nach oben katapultieren. Besonders in der Entwicklung langlebiger Laptop-Akkus oder der Konstruktion von Elektro-Autos werden kleine und leistungsfähige Möglichkeiten gesucht, welche durch die Mikro-Batterie gegeben wären. Auch die Größe der Technik-Spielzeuge könnte dadurch reduziert werden.

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