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Neue Java-Techniken für kommende Smart-Cards

14.09.2006 | 11:45 Uhr |

Das Software Quality Lab der Universität Paderborn arbeitet mit dem Chipkarten-Anbieter Sagem Orga an neuen Standards für Java-Technologien auf SIM-Karten. Durch die Next Generation Java Card sollen die Smart-Cards sicherer und einfacher zu programmieren werden.

Der Fokus des Projekts liegt auf Experimenten mit Prozessen und Techniken rund um Sicherheit und Leistungsfähigkeit von Standard Java. Untersucht werden sollen auch die Einflüsse und Möglichkeiten, die sich durch die Implementierung in der Next Generation Java Card ergeben. Sagem Orga erhofft sich durch die Zusammenarbeit mit dem s-lab der Universität Paderborn Unterstützung im Bereich Entwicklung. Auf der anderen Seite sollen Studierende notwendige Praxiserfahrung sammeln können.

"Java Card" ist eine Smart Card-Technologieplattform für den interoperablen Einsatz von Java-Anwendungen auf Smart Cards. Sie erlaubt die Programmierung von Chipkartenanwendungen in der Java-Programmiersprache. Sie macht zahlreiche Vorteile der Java-Technologie nutzbar, zum Beispiel Plattform-Unabhängigkeit, einfache Codewartung und Tool-Verfügbarkeit. In Verbindung mit den besonderen Vorzügen von Chipkarten, wie Sicherheit, Portabilität, Branding und Personalisierung kann ein leistungsfähiges Paket für Hersteller und Nutzer daraus entstehen.

Das Java Card Forum erarbeitet zurzeit die detaillierten Anforderungen an die Next Generation Java Card. Die neue Karte soll einen wesentlich höheren Programmierkomfort bieten. Das Ziel des gemeinsamen Projektes von Sagem Orga und dem s-lab ist die Entwicklung eines ersten Prototypen-Szenarios, das sich an den Anforderungen der Next Generation-Java Card orientiert. (Detlev Scholt / ala)

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