06.03.2007, 14:36

Hans-Christian Dirscherl

Neue Gerüchte um das Google-Phone

Zum Google-Phone gibt es Neues aus der Gerüchteküche. Demnach werkeln derzeit um die Hundert Männer und Frauen am geheimnisumwitterten Telefon des Suchmaschinengiganten.

Nach einem Weblogeintrag des Analysten Simeon Simeonov soll Andy Rubin (der ehemalige Hardware-Entwickler von Apple gründete die Firma Android, die Google im August 2005 aufgekauft hat) 100 Mitarbeiter um sich geschart haben, um das Google-Telefon zu entwickeln. Rubin gilt als Betriebssystemexperte, weshalb Simeonov vermutet, dass Rubin am Betriebssystem von Google-Phone arbeiten könnte.
Google hatte bereits im Laufe des Jahres 2005 diverse Zukäufe an Unternehmen getätigt, deren Know-how bei der Entwicklung eines eigenes Telefons nötig sein dürfte. So kaufte Google mit Reqwireless ein Unternehmen, das Anwendungen für Mobiltelefone produziert. Skia wurde ebenfalls aufgekauft - das Unternehmen programmierte mit SGL eine skalierbare vektorbasierte Engine für mobile Endgeräte, wie es Handys sind. Der Code von Skia war zeitweise im Internet frei zugänglich. Mittlerweile hat Google den Code aber entfernt, was man dahin gehend interpretieren könnte, dass Google den Code für eigene Zwecke benötigt und ihn deshalb nicht der potenziellen Konkurrenz oder auch Hackern frei zugänglich machen möchte.
Ende letzten Jahres machten bereits Gerüchte die Runde, dass Google mit Orange beim Bau eines Smartphones kooperieren würde (die PC-WELT berichtete). Auch mit Samsung gibt es eine Zusammenarbeit.
Nach allem was bisher inoffiziell und unbestätigt bekannt ist, könnte es sich beim Google-Phone um ein Blackberry-artiges, schlankes Gerät handeln. Der Kernel könnte in C++ programmiert sein, beim Betriebssystem vermutet Simeonov ein Linux-Derivat. Auf dem Mobiltelefon dürfte Java laufen. Mit dieser Technologiekombination hat Andy Rubin laut Simeonov bereits von Danger her Erfahrung (Rubin hatte einst auch die Firma Danger gegründet). Die Oberfläche des Betriebssystems dürfte wesentlich auf Skia basieren. Das Mobiltelefon dürfte eine Fülle von (Google)-Diensten zur Verfügung stellen und VoIP bieten.
Der gebürtige Bulgare Simeon Simeonov arbeitet als Marktanalyst in den USA.
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