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Intel kündigt erste dreidimensionale Prozessoren an

05.05.2011 | 14:35 Uhr |

Intel hat gestern eine neue Prozessortechnik vorgestellt ,die zu leistungsfähigeren und effizienteren Chips führen soll

Mit dreidimensionalen Transistorstrukturen anstatt der bisher üblichen zweidimensionalen Gitter will Intel seine im 22-Nanometer-Prozess gefertigten Chips ausstatten, die Technik nennt der Hersteller Tri-Gate-Transistor . Die Transistoren liegen dabei nicht mehr wie bisher flach auf dem Silizium-Substrat sondern stehen auf diesem wie eine Flosse hervor, erklärte Intels Ingenieur Mark Bohr auf der gestrigen Pressekonferenz in San Francisco.

Baue man die Transitoren aufrecht auf den Wafer, können man mehr davon auf die gleiche Fläche unterbringen. So sei es möglich, mit dem empirischen Gesetz von Moore Schritt zu halten, nach dem sich alle 18 Monate die Zahl der Transistoren auf einem Chip verdoppele. Bis zu 37 Prozent höhere Geschwindigkeiten im Vergleich zu 32-Nanometer-Prozessoren sollen die neuen Strukturen erlauben, dabei sinke der Energieverbrauch auf die Hälfte.

Der Einsatzzweck der Tri-Gate-Transistoren sei nicht auf bestimmte Chip-Arten beschränkt, sondern reiche über die gesamte Produktpalette von Server-CPUs bis hin zu Smartphone-Chips , erläuterte Bohr weiter. Doch werde man insbesondere bei den Chips für Netbooks und Tablets der Atom-Reihe von der Innovation profitieren können, wünscht Intels Leiter der Architektur-Gruppe Dadi Perlmutter. Mit den effizienteren und flotteren Chips werde man zu den Prozessoren der ARM-Architektur aufschließen, die etwa Apple für iPhone und iPad benutze.

Intel hat nach eigenen Angaben zehn Jahre lang an der 3D-Architektur gearbeitet und sei nun der erste Hersteller, der sie in der Massenproduktion einsetze. Die Konkurrenz werde frühestens im 14-Nanometer-Prozess in einigen Jahren auf den Zug aufspringen, heißt es. Die ersten Intel-Chip mit Tri-Gate-Transistoren werden die 22-Nanometer-CPUs für Desktops und Laptops mit dem Codenamen Ivy Bridge sein, 22-Nanometer-Prozessoren für Tablets könne Intel erst im Jahr 2013 liefern.

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