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Neue Festplattentechnologie von Fujitsu

30.11.2006 | 11:06 Uhr |

Gerade hat man sich an Festplattentechnologien wie "Perpendicular Magnetic Recording" gewöhnt und schon kündigen Hersteller neue Wege an, um noch mehr Daten auf einer Festplatte unterbringen zu können. Fujitsu ist es nun erstmals gelungen, ein Terabit pro Quadratzoll zu speichern.

Für die "Thermal Assisted Magnetic Recording Technologie" wird das Unternehmen ein mehrschichtiges, optische Element entwickeln, mit dessen Hilfe es möglich ist, einen optischen Punkt von unter hundert Nanometern anzuvisieren. Dabei konnte laut Fujitsu erstmal mehr als ein Terabit pro Quadratzoll gespeichert werden. Dieses Verfahren wurde in Japan auf einem Symposium für optische Speicher präsentiert.

In einem nächsten Schritt soll diese Technologie mit Perpendicular Recording verbunden werden. Dadurch erhofft sich die Industrie, die Speicherkapazität um den Faktor 10 zu erhöhen.

Für die Anwendung der "Thermal Assisted Magnetic Recording Technologie" sind laut Fujitsu folgende Punkte erforderlich:

* Optische Elemente müssen im Herstellungsprozess in die magnetischen Schreib/Lese-Köpfe der Festplatte eingearbeitet werden.
* Der Lichtkegel muss auf eine extrem kleine Fläche fokussiert werden, um eine sehr hohe Dichte für die Terabit pro Quadratzoll (Tbit/in2)-Aufzeichnungen zu gewährleisten.
* Um den Aufzeichnungspunkt zu erhitzen und dadurch ein einfacheres Schreiben auf die magnetischen Medien mit hoher Koerzitivkraft zu ermöglichen, wird eine hohe optische Übertragungsleistung benötigt.

Laut Fujitsu betrug die Größe des anvisierten Punkts 88 x 60 Nanometer. Wie winzig dies ist, zeigt der Vergleich mit dem menschlichen Haar: Dieses ist im Schnitt etwa 600 Nanometer dick. Bis diese Technologie allerdings Einzug in heimische PCs hält, dürfte noch einige Zeit vergehen.

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