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Neue Entwicklungen bei FreeDrive

05.02.2001 | 15:38 Uhr |

Als vor einer Woche FreeDrive bekannt gab, seine "File-Sharing"-Funktion einzustellen, wurde als Grund die illegale Nutzung des Dienstes zur Verbreitung von Raubkopien genannt. Mittlerweile scheint dies doch nicht mehr so klar zu sein.

Vor knapp einer Woche gab FreeDrive, ein Anbieter für kostenlosen Speicherplatz im Internet, bekannt, die so genannte "File-Sharing"-Funktion auf seiner Website einzustellen. Diese Funktion ermöglichte den Tausch von Dateien mit anderen Anwendern.

Als Grund für die Einstellung der Funktion wurde angegeben, dass viele Mitglieder diese für den illegalen Tausch kopierter kommerzieller Software missbraucht haben. Dieser Begründung scheint jedoch nur vorgeschoben gewesen zu sein.

Nach Informationen von "The Register" teilte FreeDrive-Vorstand Jack Sandner mittlerweile mit, dass in Wahrheit keine Informationen über angebliche Verstöße der Mitglieder vorliegen. Auch fanden keine Gespräche mit Software-Herstellern oder Regierungsbehörden statt, die über die missbräuchliche Verwendung des Dienstes klagten.

Den konkreten Grund für die Abschaffung des Dienstes liefert Sandner gleich mit: Er war nicht rentabel genug. "Eine enorme Bandbreite wurde lediglich von einem geringen Prozentsatz unserer Mitglieder genutzt. Somit war er nicht kostendeckend."

Bleibt die Frage offen, weshalb die Führungsspitze des Unternehmens den Kunden nicht von vornherein den wahren Grund mitgeteilt hat und es lieber in Kauf nahm, den eigenen Mitgliedern illegales Verhalten vorzuwerfen. (PC-WELT, 05.02.2001, mp)

www.freedrive.com

Keine Warez mehr über Freedrive (PC-WELT Online, 23.01.2001)

Mit Tesa gegen Raubkopierer (PC-WELT Online, 05.01.2001)

Intel tunt Raubkopier-Software (PC-WELT Online, 28.11.2000)

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