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Neue EU-Staaten vor Breitband-Boom

07.09.2004 | 12:23 Uhr |

Noch steckt das Breitband-Internet in den EU-Beitrittsstaaten in den Kinderschuhen. Doch das soll sich bald ändern, wie Analysten vermuten.

Derzeit sind Breitbandanschlüsse in den im Mai beigetretenen neuen Mitgliedsstaaten der EU noch eine Seltenheit. Experten rechnen dort jedoch mit einem schnellen Wachstum beim Hochgeschwindigkeits-Internet.

Ende 2003 hatten der Analysten-Gruppe Boston zufolge durchschnittlich 1,9 Prozent der Haushalte in den zehn neuen EU-Staaten einen Breitbandanschluss. In Tschechien, Ungarn und Polen waren zwei Prozent der Haushalte via Breitband mit dem Internet verbunden. In der übrigen EU sind es im Durchschnitt zwölf Prozent. Die Analysten halten es aber für möglich, dass die Neuen in fünf Jahren zu den Alt-Mitgliedern aufgeschlossen oder diese sogar überholt haben.

Die politische Unterstützung, das Wettbewerbsdenken zwischen Zypern, Tschechien, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, der Slowakei und Slowenien und eine am Internet interessierte Mittelklasse in der Bevölkerung würden den Anreiz für ein rasches Wachstum beim Breitband-Internet bilden. Zudem seien die neuen Mitgliedsstaaten durch die Übernahme von EU-Richtlinien zu Veränderungen in ihrer Telekommunikationslandschaft gezwungen. Außerdem unterstützt die EU die Neuen mit finanziellen Hilfen.

Für 2008 sagen die Marktforscher zum Beispiel für Tschechien, Ungarn und Polen bis zu 17 Prozent Breitbandanbindung via Kabelmodem für Internet über TV und DSL voraus.

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