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Neue Details zum Umbau bei Microsoft

21.09.2005 | 11:57 Uhr |

Aus Sechs mach Drei. Diese Formel gilt für Microsoft bei der Neustrukturierung des Konzerngiganten. Der bisherige Unternehmensaufbau wurde zu unübersichtlich.

Mittlerweile sind weitere Details zum Unternehmensumbau bei Microsoft und dessen Bewertung durch Wirtschaftexperten bekannt geworden. Analysten schätzen die bisherige Struktur von Microsoft als zu unübersichtlich ein, einige Experten sprachen sogar davon, dass Microsoft in seiner bisherigen Form nicht mehr zu managen sei. Durch die Änderungen stellt sich der Redmonder Konzern effizienter auf. Insofern stößt die Umstrukturierung auf die Zustimmung der Marktbeobachter.

Microsoft macht aus den bisher sechs Geschäftsfeldern deren drei, jede mit einem eigenen Vorstand:

1. " Business Division" unter Jeff Raikes (der im Moment die Position des Group Vice President des Bereichs Information Worker Business innehat).

2. " Entertainment & Devices " geleitet von Robbie Bach (der derzeit Senior Vice President der Home and Entertainment-Sparte sowie Chief Xbox Officer ist).

3. " Products & Services " mit der vorläufigen Doppelspitze Kevin Johnson und Jim Allchin. Letzterer zieht sich Ende 2006 allerdings in den Ruhestand zurück. Johnson - derzeit Group Vice President für den Bereich Worldwide Sales, Marketing and Services - ist danach allein für dieses Geschäftsfeld verantwortlich.

Products & Services umfasst die bisherigen Geschäftsbereiche Windows Client, Server und Tools sowie die Sparte MSN Online Services. Die Business Group schließt die derzeitigen Bereiche Microsoft Information Worker Group, Microsoft Office und die Business Solutions Group mit den CRM- (Customer Relationship Management) und ERP (Enterprise Resource Management)-Anwendungen ein. Die neue Entertainment Division schluckt alles, was mit Unterhaltungsgeräten, der Xbox und anderen Digital Lifestyle-Produkten für Endverbraucher zu tun hat.

Mit der neuen Struktur sollen in Zukunft Bereiche besser und schneller zusammen arbeiten, die bisher zu unterschiedlichen Geschäftsfeldern gehörten. Steve Ballmer als oberster Microsoft-Boss und CEO kann mit der neuen Struktur besser längerfristige Ziele für die einzelnen Bereiche definieren.

Jim Allchin ist derzeit Group Vice President für den Plattformbereich von Microsoft. Er wird sich noch um den Launch von Windows Vista kümmern und danach Ende 2006 in den Ruhestand gehen.

Übrigens: Für Bill Gates , einen der Gründer von Microsoft, den die meisten PC-Anwender mit Microsoft mehr oder weniger gleich setzen und der für viele Anhänger von Open Source und alternativer Betriebssysteme wie Linux das Feindbild schlechthin sein dürfte, ändert sich nichts. Er ist und bleibt Chairman and Chief Software Architect von Microsoft und kümmert sich wie gehabt um die Visionen des Unternehmens.

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