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Neue Crashtest-Dummys simulieren Körperhaltungen während einer Kollision

07.07.2015 | 16:26 Uhr |

Toyota hat neue Crashtest-Dummys entwickelt, die die unterschiedlichen Körperhaltungen während der verschiedenen Stadien einer Kollision simulieren können.

Toyota hat eine neue Generation seiner Chrashtest-Dummys vorgestellt. Diese 5. Generation der THUMS-Dummys („Total Human Model for Safety“ – „komplettes menschliches Modell für Sicherheit“) kann laut Toyota nun auch unterschiedliche Körperhaltungen während der verschiedenen Stadien einer Kollision simulieren.

Rund die Hälfte aller Autofahrer versucht Studien zufolge, eine drohende Kollision beispielsweise mit einer Vollbremsung oder einem plötzlichen Lenk-Ausweichmanöver zu vermeiden. Der Fahrer, aber auch die übrigen Insassen reagieren dabei reflexartig und nehmen eine angespannte Körperhaltung ein. Dieses Verhalten hat auch Auswirkungen auf Kräfte, die bei einem Zusammenprall auf die Insassen wirken.

Crashtest-Dummy simuliert entspannte Körperhaltung.
Vergrößern Crashtest-Dummy simuliert entspannte Körperhaltung.
© Toyota

Ob entspannte oder versteifte Haltung, die fünfte THUMS Generation erlaubt nun auch die virtuelle Darstellung der unterschiedlichen Reaktionen. Die detaillierte Computeranalyse gibt dabei Aufschluss über die Effizienz der Sicherheitsgurte, Airbags, aber auch aktiver Sicherheitssysteme wie dem Pre-Collision System (PCS). Durch die genauere Prognose möglicher Verletzungen will Toyota zielgerichtet Sicherheitstechnologien weiter entwickeln, um die Fahrzeuginsassen noch besser schützen zu können.

THUMS simuliert den Knochenbau des Menschen, aber auch die Festigkeit von Gewebe, Muskeln und innerer Organe, wie Toyota erläutert. Die erste Generation der THUMS-Familie wurde im Jahr 2000 der Öffentlichkeit präsentiert. Die Dummys der Version 2 hatten ein Gesicht und eine exakte Knochenstruktur, 2006 folgte mit THUMS 3 ein präzises Modell des Gehirns. Seit 2006 werden auch virtuelle Modelle genutzt. Dabei lassen sich durch CAD-Verfahren Crashtests im Computer simulieren.

Seit 2010 werden auch die inneren Organe dargestellt. Die virtuelle Crash-Simulation erlaubt die genaue Analyse von Knochenbrüchen, Kopfverletzungen und anderen Schäden, die Autofahrer bei einem Unfall erleiden können.

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