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Neue Bedrohung: Erster Virus infiziert Bilddateien

14.06.2002 | 10:35 Uhr |

"Bilddateien kann man gefahrlos anklicken". Darauf konnten sich PC-Nutzer bisher verlassen, da Viren und Würmer Bilddateien bisher nicht infizieren konnten. Doch jetzt ist dieser Schutzwall gefallen, der erste Virus, der JPEGs befällt, ist aufgetaucht.

"Bilddateien kann man gefahrlos anklicken". Darauf konnten sich PC-Nutzer bisher verlassen, da Viren und Würmer Bilddateien bisher nicht infizieren konnten. Doch jetzt ist dieser Schutzwall gefallen, der erste Virus, der JPEGs befällt, ist aufgetaucht, wie CNN online berichtet.

"W32/Perrun" heißt die jetzt entdeckte Malware, die eine völlig neue Bedrohung für PC-Anwender schafft. Perrun ist allerdings noch nicht in freier Wildbahn gesichtet worden, es handelt sich vielmehr um ein Proof of Concept, eine Studie also, mit der ein Virenprogrammierer die Experten von McAfee beeindrucken wollte. Doch ist damit das Tor für weitere Viren dieser Art offen, wie Sicherheitsexperten befürchten. Vincent Gullotto, Leitender Virenexperte bei McAfee: "Wir haben mehr vor dem Angst, was noch kommen könnte. Möglicherweise ist kein Datei-Typ mehr sicher."

Der Schöpfer des Virus hatte sein Werk an die Experten des Antiviren-Herstellers McAfee geschickt. Das ist in diesen Kreisen nicht unüblich, die "Virenväter" senden ihre neuesten Schöpfungen öfters an die Hersteller von Scanner-Software, um so mit ihren Künsten anzugeben. Gullotto verneinte, die Identität des Virenautors von Perrun zu kennen.

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